Valorec darf im Basler Kleinhüningerquartier ausbauen

Die Firma Valorec darf in Kleinhüningen eine Sondermüll-Sortieranlage bauen. Dies entschied das Basler Verwaltungsgericht. Der Quartierverein Pro Kleinhüningen hatte dagegen Rekurs eingelegt.

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Streit um Sondermüll

3:16 min, vom 21.3.2016

Die Sortierstation wurde bereits vom Bauinspektorat und der Baurekurskommission bewilligt. Der Quartierverein zog den Entscheid allerdings weiter ans Verwaltungsgericht.

Quartierverein hat Sicherheitsbedenken

Der Quartierverein befürchtet, dass es wegen der neuen Sortierstation zu Unfällen kommen könnte. «Ein kleiner Fehler genügt und das ganze Quartier ist in Gefahr», sagt Georges Böhler vom Quartierverein. Er befürchtet, dass die Container mit den giftigen Sonderabfällen auslaufen könnten.

Ausserdem ist ihm der zusätzliche Verkehr ein Dorn im Auge. Valorec beteuert allerdings, dass die Lastwagen nicht durch das Quartier fahren, sondern über die Autobahnausfahrt. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen würden eingehalten. Dies sah auch das Verwaltungsgericht so und wies den Rekurs des Quartiervereins zurück. Ob der Quartierverein den Entscheid ans Bundesgericht weiterzieht ist noch unklar.

14'000 Sondermüll zusätzlich

Pro Tag sollen voraussichtlich sieben Lastwagen Lösungsmittel, Altöl, ausgediente Batterien, Akkus und Industrieabfälle aus der ganzen Schweiz nach Basel bringen, wo sie sortiert und der richtigen Entsorgung zugeführt werden. Im Sondermüllofen verbrannt werden dürfen etwa 15 Prozent dieser Abfälle, hiess es im Gericht.

Bisher hat die Valorec pro Jahr 30'000 bis 35'000 Tonnen Sondermüll verarbeitet. Durch die neue Sortieranlage sollen nun nach Angaben des Unternehmens noch rund 14'000 Tonnen jährlich hinzukommen. Eine Erhöhung der Verbrennungskapazität des Ofens ist mit dem Projekt aber nicht verbunden.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)