Eisregen Vereisung am Roche-Turm geklärt

Der Pharmakonzern glaubt, dass indirekt die gute Isolation des Turms schuld an der Vereisung ist. Wegen der Eisbildung musste Anfang Woche die Grenzacherstrasse gesperrt werden.

Ein Zaun steht vor dem Roche-Turm. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wegen den Eisstückchen muss der Roche-Turm abgesperrt werden. SRF/Dieter Kohler

Während mehrerer Stunden wurde die Grenzacherstrasse bei der Roche aus Sicherheitsgründen gesperrt. Grund: Vom 175 Meter hohen Turm regnete es Fingernagel grosse Eisstückchen herunter. Eine akute Gefahr für Passanten bestand allerdings nicht.

«  Bei einem schlecht isolierten Gebäude wäre das nicht passiert. »

Jürg Ersimann
Roche Standortleiter Basel

Weil nach einer längeren Kälteperiode die Temperaturen gestiegen waren, löste sich das Eis von der Fassade. Bei Roche rätselte man, weshalb sich überhaupt Eis an der Fassade gebildet hatte. Inzwischen glaubt man, den Grund gefunden zu haben.

Portrait Jürg Erismann. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Standortleiter Jürg Erismann glaubt, den Grund für den Eisregen am Montag gefunden zu haben. Keystone

Man gehe davon aus, dass es sich dabei um Abluft aus dem Inneren des Turms handle, die wegen ihrer hohen Feuchtigkeit in der kalten Aussenluft kondensierte und an der Fassade gefror, sagt Roche Standortleiter Basel Jürg Erismann. Das Gebäude sei so gut isoliert, dass die Fassade praktisch Aussentemperatur habe und so die feuchte Abluft zum Vereisen gebracht habe. «Bei einem schlecht isolierten Gebäude würde das nicht passieren, weil die Aussenfassade von innen erwärmt würde», so Erismann.