Verfahren zum Bootsunglück auf dem Rhein ist abgeschlossen

Die Basler Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen Lotsen und einen Mitarbeiter der Schweizerischen Rheinhäfen. Sie wirft den zwei Personen mehrfache fahrlässige Tötung vor. Beim Unglück im Sommer 2012 starben zwei Menschen.

Basler Polizeiboot Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Polizeiboot konnte beim Unglück im Sommer 2012 zwei von vier Personen retten. Juri Weiss

Wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen und fehlender Sorgfalt ist am 31. August 2012 auf dem Rhein in Basel ein Frachtschiff mit einem Vermessungsboot kollidiert.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, der Verkehrspolizei und der Schifffahrtsbehörden seien abgeschlossen, sagt Peter Gill, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Man habe gegen einen Lotsen sowie einen Mitarbeiter der Rheinhäfen Anklage beim Strafgericht erhoben.

Beide Männer befanden sich an Bord des belgischen Frachtschiffes, das rheinaufwärts fuhr. Bei der Schwarzwaldbrücke überfuhr dieser Frachter ein Vermessungsboot. Daraufhin kenterte dieses und die vier Besatzungsmitglieder stürzten in den Rhein. Drei Männer konnten geborgen werden - einer schwer verletzt. Dieser Mann starb später im Spital. Der vermisste Bootsführer wurde wenige Tage später beim elsässischen Stauwehr Kembs tot aus dem Rhein geborgen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)