Wirtschaft im Waldenburgertal Vier Traditionsunternehmen wollen eng zusammenspannen

Während Jahrzehnten glänzte das Waldenburgertal mit innovativen Produkten. Aus verschiedenen Gründen befindet sich die Wirtschaft im Tal aber auf dem absteigenden Ast. Nun versuchen vier Unternehmen durch eine neue Form der Zusammenarbeit Kosten einzusparen.

Die Leitung der vier Betriebe sitzen an einem Tisch und diskutieren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sechs Männer aus vier Firmen haben eine gemeinsame Vision für das Waldenburgertal. SRF

Uhren, Messinstrumente oder Innovation in der Medizin - Produkte aus dem Waldenburgertal waren wegen ihrer Einzigartigkeit und ihrer Qualität auf der ganzen Welt gefragt. Die wirtschaftliche Situation veranlasste in den letzten Jahren jedoch zahlreiche Unternehmen, das Tal zu verlassen. Nun versuchen vier Firmen eine neue Form der Zusammenarbeit.

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Bildlegende: Tobias Schmid, CEO Tschudin + Heid AG SRF

Dabei handelt es sich um die Firmen Eduard Fussinger, die Emil Mangold AG aus Oberdorf sowie die Unternehmen Tschudin und Rero AG aus Waldenburg. Alle verarbeiten Metall und sind bekannt für ihre hohe Präzision. Die vier Firmen leiden aber alle unter dem starken Franken.

Gemeinsamer Einkauf

Nun versuchen die vier Firmen Synergien zu nutzen, zum Beispiel beim Einkauf. «Wenn wir alle zusammen gegenüber einem Verkäufer auftreten, können wir ganz andere Konditionen aushandeln», sagt Rolf Fussinger von der Emil Magolod AG. Dabei gehe es aber nicht nur um das zu verarbeitende Metall, sondern auch um Dinge wie Putzmittel oder Büromaterial.

Erste gemeinsame Gehversuche stimmen Fussinger zuversichtlich: «Wir sind zusammen an der Swisstech aufgetreten, der Fachmesse für unsere Branche. Wir konnten so die Kosten für unseren Auftritt senken und hatten auch viel mehr Kundschaft.» Für die Zukunft schwebt den vier Unternehmen auch vor, dass sie eine Form suchen, wie sie Fluktuationen im Auftragseingang durch das Verschieben von Personal auffangen könnten.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)