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Krebse in den Gourmettempel statt in den Abfallkübel
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Vom Schädling zur Delikatesse Jan Rommerskirchen verkauft Signalkrebse an Basler Edelrestaurant

Signalkrebse gefährden einheimische Tiere. Seit Jahren werden sie aus den Gewässern gefischt und danach entsorgt. Schade - dachte Jan Rommerskirchen und suchte nach einer Lösung.

Es ist ein heisser Tag. Die Sonne brennt auf den Kiesweg bei Aesch an der Birs. Jan Rommerskirchen trägt einen Ganzkörper-Fischeranzug und einen grünen Kübel in der rechten Hand. Das ist alles was er braucht, wenn er auf Signalkrebsjagd geht. Insgesamt 100 Reusen - Fallen zum Fangen der Tiere - hat er in einem Abschnitt von knapp einem Kilometer ausgelegt. Versteckt zwischen grossen Steinen und unter Baumwurzeln platziert er seine Fallen jeweils.

Das Krebsfischen gleicht aus. Sonst bin ich tagsüber in der Stadt, wo alles ein wenig hektisch ist. Hier spüre ich die Elemente.
Autor: Jan RommerskirchenFlusskrebsfischer

Mit dem Flusskrebsfischen begann der 28-jährige Basler während eines Zivildiensteinsatzes beim Amt für Fischerei im Kanton Basellandschaft. Als er dort beobachtete, dass die Tiere zwar gefischt, jedoch danach nicht weiterverwendet wurden, begann er nach einer Lösung zu suchen. Als er herausfand, dass die Krebse essbar sind gründete er kurzerhand eine Firma, holte sich die Fischereibewilligungen vom Kanton ein und fragte diverse Restaurants an, ob sie Interesse an seinem Fang hätten. Das Hotel Krafft sagte ihm zu.

Zweimal in der Woche leert Jan Rommerskirchen seine Reussen in der Birs. Das Hotel Krafft kauft ihm den gesamten Fang ab. Sie sind die einzigen, welche Nordamerikanische Signalkrebse in der Nordwestschweiz als Delikatesse verkaufen. Geschmacklich vergleicht Chefkoch Pierre Wary die Krebse mit Hummer.

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