Wagenleute auf Klybeck erhalten politische Rückendeckung

Eine Gruppe von Wagen-Besetzer lebt seit Ostern auf der Klybeckinsel. Sie praktizieren dort eine alternative Lebensform. Wenn es nach den Schweizerischen Rheinhäfen geht, dann ist bereits in zwei Monaten wieder Schluss mit dieser Zwischennutzung. Jetzt aber erhalten die Wagen-Leute Unterstützung.

Wagen auf der Klybeckinsel Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Wagen-Leute sollen länger bleiben dürfen. SRF

Es sind vor allem Grossräte aus dem links-grünen Lager, die sich für die Wagen-Leute einsetzen. Aber nicht nur. Auch der LDP-Grossrat Michael Koechlin unterstützt die Besetzung. Er sei sich bewusst, dass er damit innerhalb seiner Partei eine exotische Haltung einnehme. «Die Besetzer sind keine Gefahr für den Staat, sie machen nichts kaputt und sie würden auch gehen, wenn das Gelände bebaut würde», begründet Koechlin. Man solle die Wagen-Leute nicht wegschicken, nur damit das Gelände dann brach liege. «Es wäre ein gutes Signal, wenn die jungen Menschen dort erleben, dass der Staat ihnen diese Lebensform ermöglicht.»

Funktionierendes soziokulturelles Projekt

Der Wagenplatz sei ein soziokulturelles Projekt, das sich mit unkonventionellen Lebens- und Wohnformen auseinandersetze und ausprobiere. Es wäre absurd, diese gut funktionierende Nutzung des Hafens zu verunmöglichen, schreiben die unterzeichnenden Grossräte in einem Unterstützungsschreiben.

Die Parlamentarier wünschen sich von der Regierung eine klare Zustimmung an die Adresse der Hafenverwaltung, so dass diese sich für eine verlängerte Nutzung aussprechen kann.