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In Zeiten von Corona ist Distanz angesagt. Anders als bisher. Das wird auch den anstehenden Wahlkampf in Basel verändern.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 23.07.2020.
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Wahlen 2020 Basler Parteien rüsten sich für den Corona-Wahlkampf

Corona ist für die Basler Parteien eine grosse Herausforderung. Sie müssen neue Wege finden für den Wahlkampf im Herbst.

Heidi Mück weiss, wie der Hase läuft. Die BastA-Co-Präsidentin ist eine der erfahrensten Politikerinnen Basels. Trotz ihrer jahrzehntelangen Erfahrung mit Wahlkämpfen sagt sie über den anstehenden Wahlkampf für die Basler Regierungs- und Grossratswahlen im Herbst: «So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich habe keine Erfahrung mit einer solchen Situation.» Denn Corona verändert fast alles. Gerade der bei linken Parteien traditionelle Strassenwahlkampf kann in diesem Jahr kaum in der gewohnten Form durchgeführt werden.

So etwas habe ich noch nie erlebt.
Autor: Heidi MückCo-Präsidentin BastA

Distanz- und Hygienevorschriften machen es für die Kandidierenden schwieriger, mit der Bevölkerung persönlich in Kontakt zu treten und für die Wahlen zu werben. «Im Notfall gehen wir halt mit Masken auf die Strasse», sagt Mück, «aber wir möchten ja unsere Kandidierenden sichtbar machen. Und da sieht man nur einen Teil des Gesichts. Das ist nur die halbe Aussage.»

Die Plattformen fehlen

Aber auch den bürgerlichen Parteien fehlen wichtige Plattformen für den Wahlkampf. Patrizia von Falkenstein, Präsidentin der LDP, sagt: «Es gibt keine Anlässe, an denen man auftreten und sich den Leuten vorstellen kann.» Und FDP-Präsident Luca Urgese weiss noch nicht, ob er den geplanten Tür-zu-Tür-Wahlkampf durchführen kann. Zu schnell ändert sich die Lage und damit verbunden die Vorschriften. «Das ist eine ungewohnte Konstellation. Man soll den Kontakt zu den Leuten möglichst vermeiden. Dabei besteht der Wahlkampf genau darin, den Kontakt mit den Leuten zu suchen.»

Wahlkampf wird digitaler geführt

Was alle Parteien jetzt schon wissen: Sie wollen ihren Auftritt in den sozialen Medien verstärken. SVP-Präsident Eduard Rutschmann sagt: «Wir müssen mehr Geld in die Finger nehmen. Wir werden mehr Reklamen schalten und viel mehr mit den sozialen Medien arbeiten.»

Wir werden mehr Geld einsetzen müssen.
Autor: Eduard RutschmannPräsident Basler SVP

Im Vorteil dürfte in dieser Situation die Basler SP sein, welche schon seit Jahren im Wahlkampf mit aufs Telefon setzt und mittlerweile über eine grosse Datenbank von potenziellen SP-Wählenden verfügt. SP-Fraktionschef Thomas Gander sagt nicht ohne Stolz: «Das ist das Resultat jahrelanger Arbeit.»

Schwierigere Mobilisierung wegen Corona?

Was Gander allerdings befürchtet: Die Leute könnten im Herbst des Corona-Jahres 2020 weniger Interesse an der Politik und an den Wahlen haben als auch schon: «Diese Krise beschäftigt jeden Menschen wieder anders. Und da kann die Politik eine Art Fremdkörper sein. Wir müssen darum vermitteln, dass es gerade jetzt wichtig ist, wählen zu gehen. Denn wir prägen jetzt die nächsten vier Jahre.»

Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr

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