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Legende: Audio Handelskammer neu im Landrat vertreten, Wirtschaftskammer nicht mehr. abspielen. Laufzeit 04:31 Minuten.
04:31 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 01.04.2019.
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Wechsel im Landrat Handelskammer drin, Wirtschaftskammer draussen

Martin Dätwyler zieht neu ins Baselbieter Parlament ein, Christoph Buser muss seinen Platz räumen.

623 Stimmen reichten Martin Dätwyler, um im kleinen Wahlkreis Laufen gewählt zu werden. Der Direktor der Handelskammer beider Basel zieht für die Baselbieter FDP in den Landrat ein. Er habe selber nicht unbedingt mit einer Wahl gerechnet, sagt Dätwyler, aber: «Ich hatte wirklich die Unterstützung der Wirtschaft im Laufental.»

Martin Dätwlyer will sich im Landrat für den Ausbau des Strassenverkehrs und des öffentlichen Verkehrs einsetzen. Auch eine kantonale Regelung der Steuervorlage 17 sei ihm ein Anliegen und die Bildungspolitik, namentlich eine starke Universität.

Dätwyler findet es wichtig, dass die Handelskammer im Parlament vertreten ist: «So bekommt man Informationen direkter und kann auch schneller Inputs geben.»

Kein Nachteil für Wirtschaftskammer

Der Direktor der einflussreichen Wirtschaftskammer Baselland, Christoph Buser, glaubt hingegen nicht, dass es für seine Organisation nachteilig ist, nicht mehr im Landrat vertreten zu sein. Es gebe genügend andere Politiker, welche die Interessen des Verbands einbringen könnten.

Christoph Buser, seit 8 Jahren Direktor der Baselbieter Wirtschaftskammer, politisiert seit 12 Jahren für die FDP im Landrat. Nun wurde er parteiintern von Stephan Burgunder, Gemeindepräsident von Pratteln, überflügelt und muss seinen Sitz räumen.

Harte Haltung als Ursache für Nichtwahl ?

Buser kann sich seine Niederlage derzeit nicht wirklich erklären, zumal er vor vier Jahren mit einem guten Resutlat wiedergewählt worden sei. Es sei möglich, dass ihm seine manchmal harte Haltung Stimmen gekostet habe, aber er wolle sich in gewissen Sachfragen nicht verbiegen, sagt Buser.

Ob die Nicht-Wiederwahl in den Landrat auch das Aus für seine Ambitionen auf einen Nationalratssitz bedeuten, konnte oder wollte Christoph Buser am Tag danach noch nicht sagen. «Es wäre vermessen zu sagen, das alles ist kein Problem, wir machen einfach weiter» , sagt Buser. Er werde nun das Gespräch mit der Partei suchen und dann entscheiden. Die Baselbieter FDP will am 10.April entscheiden, wen sie ins Nationalratsrennen schickt.

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