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Der Verein «Countdown 2030» setzt sich für nachhaltiges bauen ein
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 03.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:33 Minuten.
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Wegen Klimawandel Basler Architekten fordern Umdenken in der Baubranche

Mehrere Architekten haben sich zum Verein «Countdown 2030» zusammengeschlossen. Sie verlangen mehr Nachhaltigkeit.

Die nächsten Jahre seien entscheidend, sagt Architekt Tobias Hilbert. «Wir müssen jetzt handeln. Ein Gebäude, dass jetzt gebaut wird, hat mindestens 50 Jahre Bestand.» Der Bausektor habe einen grossen Einfluss auf den Klimawandel: Gebäude und deren Betrieb seien für rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich, so die Initianten, die sich im Verein «Countdown 2030» zusammengeschlossen haben.

Uhr beim Steinenberg
Legende: Eine Digitaluhr am Steinenberg zählt die Jahre, Tage, Stunden und Sekunden bis ins Jahr 2030. zvg

Der Countdown wurde in der Nacht auf 2020 symbolisch auch mit einer Leuchtanzeige beim Architekturmuseum am Steinenberg in Basel gestartet. Eine Digitaluhr zählt die Jahre, Tage, Stunden und Sekunden bis zum Jahreswechsel 2030. Wissenschaftler sagen, dass die nächsten zehn Jahre für die Menschheit entscheidend seien, in denen man gravierende Folgen des Klimawandels noch abwenden könne.

«Auch mal einen Auftrag ablehnen»

Der Verein will Berufskollegen für das Thema sensibilisieren und fordert ein Umdenken: «Es geht darum gute Ideen für nachhaltiges Bauen aufzuzeigen und im extremsten Fall auch einen Auftrag abzulehnen, wenn die Ziele der Bauherrschaft nicht mit den eigenen Zielen übereinstimmen», erklärt Hilbert.

Nachhaltigkeit in der Baubranche könne man beispielsweise durch verdichtetes Bauen erreichen, aber auch durch vermehrten Umbau von bestehenden Gebäuden statt deren Abriss oder dass vermehrt Baustoffe wie Holz eingesetzt werden.

Die meisten der 15 Gründungsmitglieder des Vereins «Countdown 2030» sind Architektinnen und Architekten aus Basel. Ihr Ziel ist nun, das Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen in der Branche zu suchen - beispielsweise an Fachmessen wie der Swissbau in Basel oder auch über die sozialen Medien.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Bernd Kulawik  (Bernd K.)
    Ein Schweizer Architekt hatte schon in den 1960er Jahren begriffen, dass es "Grenzen des Wachstums" und des Ressourcenverbrauchs gibt und dass (Stahl-)Beton nicht nur eine CO2-Umweltsünde, sondern auch nicht recyclebar ist. Deshalb sein Wahlspruch: "Der Neubau ist nur ein Sonderfall des Umbaus" und sein Eintreten für eine flexible Architektur. Aber in der Schweiz durfte er nicht unterrichten. Sonst wären uns die irren Betonberge von Herzog & de Meuron vielleicht erspart geblieben: Fritz Haller.
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  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Und wieviel Prozent trägt im Winter das Beheizen einer immer grösseren Gebäudemasse bzw. die Abwärme daraus zur momentan positiven Wärmebilanz bei? Vielleicht sogar deutlich mehr als was angeblich durch das CO2 verursachte reduzierte Wärmeabstrahlung beiträgt? Das darf natürlich nicht gegenübergestellt werden, sonst könnte man vielleicht merken, dass die Reduktion des CO2 Ausstoss dem Klima wenig bis gar nichts hilft.
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    1. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      1. Bei gut isolierten Gebäuden gibt es praktisch keine Abwärme
      2. Was ist „durch das CO2 verursachte reduzierte Wärmeabstrahlung“? Man kommt da nicht draus. 3. Wer sagt, es dürfe etwas „nicht gegenübergestellt werden“? Hierzulande gilt die Redefreiheit, und jedermann kann irgendwas veröffentlichen. Sogar den grössten Nonsense ...
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  • Kommentar von Christian Fausch  (chfausch)
    Umdenken müssen dringend die grossen Immobilienheinis - Versicherungen, Banken, Investoren... Die lassen immer noch Bauwerke entstehen mit Schaumstoffdämmungen, Kuststoff-Fenster, Ölheizungen etc. Alles diffusionsdicht mit ungesundem Wohnklima.
    Rückbau von Altbauten in den Dorfkernen und Architektur- und fantasielose Ersatzbauten.
    Dann die billigst erstellten und so teuer wie möglich verkaufeten Wohnhäusli an den Dorfrändern. Wann koomt die Einsicht ?
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