Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Riehen muss einen neuen Pfarrer suchen abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 15.01.2019.
Inhalt

Wende im Wahlkampf Der umstrittene Pfarrer-Kandidat nimmt sich aus dem Rennen

Der Riehener Seelsorger hatte einem Jugendlichen mehr als nur die Füsse massiert, wie der am Dienstag aufgetauchte Strafbefehl zeigt.

Am späten Dienstagnachmittag verschickte Stefan Suter, der Präsident der Riehener Pfarrwahlkommission, eine Medienmitteilung. «Rückzug der Kandidatur», lautete kurz und unmissverständlich der Betreff. Der umstrittene Seelsorger werde sich den Mitgliedern der St. Franziskus-Gemeinde nicht zur Pfarrwahl stellen. «Die psychische Belastung hat ein Aussmass angenommen, welches ohne Inkaufnahme einer gesundheitlichen Schädigung nicht mehr verkraftbar ist», schreibt Suter.

Hintergrund des überraschenden Rückzugs ist die Tatsache, dass am Dienstag neue Details zur Vorstrafe des Mannes aufgetaucht waren. Die «BZ Basel» zitierte aus dem Strafbefehl, auch dem «Regionaljournal» liegt das entsprechende Dokument vor. Entgegen den Darstellungen des Mannes, hatte er als Pfarrer im Thurgau einem 15-jährigen Jugendlichen nicht bloss die Füsse massiert, er griff ihm zudem auch unter das T-Shirt, streichelte ihn am Oberkörper und gab ihm einen Kuss auf den Nacken.

Fakten verschwiegen

Diese Fakten verschwiegen der Pfarrer-Kandidat und Stefan Suter, als sie sich letzte Woche den Gemeindemitgliedern an einem Info-Abend zu einer Aussprache stellten. Sie suggerierten, bei der Fussmassage habe es sich um einen leichtsinnigen Ausrutscher gehandelt, die anderen Körperkontakte verheimlichten sie indes und wollten den Strafbefehl trotz Nachfrage von Gemeindemitgliedern auch nicht vorlesen.

Das Regionaljournal hatte letzten September aufgedeckt, dass der Riehener Pfarrer-Kandidat wegen sexueller Handlungen mit einem Jugendlichen vorbestraft ist. Gemeindemitglieder sammelten Unterschriften, damit es in Riehen nicht zu einer «stillen Wahl» kommt und der Mann nicht automatisch ins Amt gehoben wird, sondern sich einer Volkswahl stellen muss. Diese hätte am 10. Februar stattgefunden.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Joseph Thali  (Zack)
    Ich stelle fest, dass der Anwalt, Stefan Suter, willentlich vertuscht hat und in der für die römisch-katholische Kirche äusserst heiklen Zeit massiv verharmlost hat. Er tat es auch damals in der Skandalstory Bischof Koch, Generalvikar Trauffer und Pfarrer Sabo. Eigentlich müsste er angeklagt werden. Es geht um den verqueren Umgang der römisch-katholischen Kirche mit unserer Sexualität. Und da braucht es endlich Offenheit, Ehrlichkeit und radikale Veränderungen. Taten statt Worte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen