Windiger Saisonauftakt am Theater Basel mit dem «Föhn»

Saisoneröffnung am Theater Basel mit dem Musiktheater «Föhn». Christian Zehnder und Fortunat Frölich haben einen Text von Urs Widmer umgesetzt. Der Föhn wird auf sein künstlerisches Potential und auf seine mythologische Kraft abgeklopft.

Blick auf die Hauptbühne des Theaters Basel mit einem Berg als Bühnenbild, zwei Schauspielern und einem Theaterchor Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viel urchige Schweiz auf der Theaterbühne Stefan Holenstein

Vor einem grauen Alpklotz stehen alte Sennen, ausgetrocknet vom warmen Föhnwind und ihrer Einsamkeit. Eine Föhnfrau schwebt in einem weiten Ballonkleid von oben herab, lässt sich aber nicht auf die Menschen ein.

Im Foyer des Theater Basel wurde gestern Abend die Saison eröffnet mit einem Musiktheater von Christian Zehnder und Fortunat Frölich, nach einem Text von Urs Widmer, der im April verstorben war. Der Text breitet sich aus zwischen Lust, Sex und Tod. Die Musik wirbelt manchmal herum wie ein grosses Naturspektakel und gibt eine Vorahnung von veritablem Föhnkopfweh.

Die Premierenkritik von SRF-Musikredaktor Benjamin Herzog.