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Wochengast Dieter Forter wollte seine Heimatgemeinde mitgestalten
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 06.12.2019.
abspielen. Laufzeit 13:03 Minuten.
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Wochengast Kämpfer für das Läufelfingerli und das Oberbaselbiet

12 Jahre lang war Dieter Forter Präsident der Gemeinde ganz oben im Homburgertal. Ende Jahr tritt er zurück.

Dieter Forter wurde vor allem bekannt als unermüdlicher Kämpfer für das «Läufelfingerli» - die S9, welche via Hauenstein Sissach mit Olten verbindet. Die Kantonsregierung wollte die Bahnlinie vor zwei Jahren wegen geringer Auslastung stilllegen. In einem emotionalen Abstimmungskampf setzen sich Forter und seine Mitstreiter mit ihren Argumenten durch - deutliche 65 Prozent der Stimmbevölkerung sprachen sich für das «Läufelfingerli» aus.

Rückblickend bezeichnet Forter diesen Kampf als Highlight seiner politischen seiner Karriere: «Für viele Politiker hört das Baselbiet in Liestal auf - Läufelfingen jedoch liegt zuoberst im Homburgertal und es ist für uns essentiell wichtig, dass wir den Verkehrsknotenpunkt Olten in zehn Minuten erreichen - so wie das mit der S9 der Fall ist», sagt Forter.

Halbvolles statt halbleeres Glas

Im Zuge der Läufelfingerli-Abstimmung trat Dieter Forter vor zwei Jahren aus seiner Partei, der FDP, aus. Die Baselbieter FDP sprach sich für die Abschaffung der Bahnlinie aus, dies sei aber nicht ausschlaggebend gewesen für seinen Rücktritt, so Forter: «Unterschiedliche Meinungen darf man haben, aber das damalige despektierliche Gehabe gegenüber dem Oberbaselbiet auch aus FDP-Kreisen konnte ich nicht akzeptieren».

Dieter Forter ist in Läufelfingen aufgewachsen und ärgerte sich gelegentlich über Leute, die das Glas immer nur halb leer sehen. Das habe ihn herausgefordert, es anders zu machen. «Wenn die Bevölkerung mitmacht und Investitionen bewilligt, kann man viel bewegen und eine Gemeinde gut positionieren.» Heute habe Läufelfingen immer noch alles - medizinische Versorgung, eine Metzgerei, eine Bäckerei oder ein Café.

«Entlöhnung ist eher ein Schmerzensgeld»

25 bis 30 Prozent seiner Zeit habe er für das Gemeindepräsidium aufgewendet, sagt Forter, die finanzielle Entschädigung sei sicher nicht angemessen. «Wegen des Geldes macht man so eine Aufgabe nicht, es ist eher eine Art Schmerzensgeld», sagt Forter mit einem leichten Lachen. Aber so zeitintensiv das Amt sei, es ermögliche einen Zugang in ganz andere Kreise: «Das Amt hat mir persönlich enorm viel gegeben.»

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