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Wochengast: FCB-Sportchef Ruedi Zbinden
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 13.12.2019.
abspielen. Laufzeit 14:31 Minuten.
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Wochengast «Ob wir gewinnen oder verlieren: Ich bin immer gleich»

Ruedi Zbinden ist seit Juni Sportchef beim FC Basel - bislang mit Erfolg.

Welch ein Kontrast: Im Juni hatte der FC Basel eine eher enttäuschende Saison hinter sich, im Club herrschte nach dem plötzlichen Abgang von Sportchef Marco Streller Unruhe. Nun, ein halbes Jahr später, sieht alles viel besser aus: Der FCB hat die Gruppenphase der Europa League auf dem ersten Platz abgeschlossen und in der Schweizer Meisterschaft befindet er sich wieder auf Augenhöhe mit den Young Boys.

Seit diesen turbulenten Zeiten im Juni befindet sich Ruedi Zbinden im Amt. Er hat als Sportchef die Nachfolge von Marco Streller übernommen. Zbinden kennt den Club wie kaum ein anderer. Seit 1982 arbeitet er - mit kurzen Unterbrüchen - beim FC Basel. Er war zunächst Spieler, später Juniorentrainer, Assistenztrainer, Sportchef und Chefscout. Vor allem in letzterer Funktion hat er grosse Verdienste: Als Chefscout entdeckte er viele gute Spieler.

Ruhe in den Verein gebracht

Auf die Frage, wie gross sein Anteil am spektakulären Aufschwung des FCB in den letzten Monaten hat, äussert sich Zbinden zurückhaltend: «Das hat nicht so viel mit mir zu tun.» Der Erfolg sei primär das Verdienst des Trainerteams um Marcel Koller. Er selber, sagt Zbinden, habe in erster Linie versucht, «etwas Ruhe in den Club zu bringen». Er sei lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass man bei einer Niederlage nicht gleich in Panik ausbrechen dürfe, aber auch einen Erfolg nicht überbewerten sollte. Über sich selber sagt Ruedi Zbinden: «Ob wir gewinnen oder verlieren: Ich bin eigentlich immer gleich.»

Das Amt des Sportchefs hat er selber nicht gesucht. Als Chefscout arbeitete er im Hintergrund, was ihm sehr behagt. Aber in den schwierigen Zeiten, die der FCB im letzten Sommer durchlebte, habe er dem Club helfen wollen. «Kommt hinzu, dass ich zwar mittlerweile 60 Jahre alt bin, mich aber immer noch fit fühle.»

Ich hatte Angebote aus England und Deutschland: Aber ich bin einfach ein Rotblauer.
Autor: Ruedi ZbindenSportchef FC Basel

Es fällt auf, dass beim FC Basel mittlerweile mit Ruedi Zbinden und dem gleichaltrigen Trainer Marcel Koller zwei Routiniers an den sportlichen Schaltstellen tätig sind. Das ist ein grosser Unterschied im Vergleich zu vor zweieinhalb Jahren, als Präsident Bernhard Burgener den Verein übernahm. Damals hatte der FCB mit Marco Streller einen jungen Sportchef und mit Raphaël Wicky einen jungen Trainer. Hat dem FCB damals die Erfahrung gefehlt? «Wahrscheinlich war das so», sagt Zbinden, «aber rückblickend ist man immer schlauer.» Vielleicht wäre es besser gewesen, am Anfang der Ära Burgener mit Urs Fischer als Trainer weiterzuarbeiten.

Ruedi Zbinden erzählt im Wochengast-Gespräch, dass er in den vergangenen Jahren einige Angebote aus England und Deutschland hatte. Dort merkte man, dass er als Scout sehr gute Arbeit leistete beim FC Basel. Doch ein Clubwechsel sei für ihn nicht in Frage gekommen. «Ich bin halt einfach ein Rotblauer. Ich bin gerne beim FC Basel und will mithelfen, dass wir erfolgreich sind.»

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