Maya Graf: «Verpflichtung gegenüber Rat und Partei»

Die Sissacherin Maya Graf schreibt nächste Woche Geschichte: Die Bundesversammlung wird sie am Montag als erste Grüne zur Präsidentin des Nationalrats wählen. Die 50-jährige Bio-Bäuerin ist seit 11 Jahren im Nationalrat.

Portraitbild Maya Graf Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die künftige Nationalratspräsidentin Maya Graf (Grüne): «Bin eine alte Häsin» srf

Das Amt sehe sie als Verpflichtung gegenüber dem Parlament, für gut funktionierende demokratische Abläufe zu sorgen. Es verpflichte sie aber auch gegenüber ihrer Partei, die sie nominiert habe. Es gelte nun, diese Partei gut zu repräsentieren, zumal es sich bei den Grünen um eine kleine Partei handle, sagt Maya Graf im Wochengast-Gespräch.

Auszeichnung für Baselland

Erst vor sieben Jahren war mit Claude Janiak letztmals der Nationalrat in Baselbieter Händen. Dass dies nach so kurzer Zeit bereits wieder der Fall ist, sei auch eine Auszeichnung für den Kanton, sagt Maya Graf.

« Schon alte Häsin »

Kein Problem habe sie damit, dass sie als Ratspräsidentin ein Jahr lang mit ihrer eigenen politischen Meinung zurückstecken müsse, versichert Maya Graf. Und auch sonst macht sie sich keine Sorgen über ihre künftige Aufgabe. Sie kenne den Ratsbetrieb gut, «ich bin ja schon eine der älteren Häsinnen.