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50 Jahre Stade de Tourbillon «Mein Herz, meine Heimat»

Die Heimatstätte des FC Sion feiert ihr 50-Jahr-Jubiläum. Drei Fans erinnern sich an denkwürdige Momente.

Thomas Burgener, Bernhard Fallert und Leo Eyholzer.
Legende: Thomas Burgener, Bernhard Fallert und Leo Eyholzer (v.l.) sind seit über einem halben Jahrhundert Fussballfans. Anna-Lisa Achtermann/SRF

1968 bekam der FC Sion seine Heimatstätte – das Stade de Tourbillon. Ein geschichtsträchtiger Moment, an den sich Fans noch gut erinnern können. «Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich Helikopter. Sie brachten den Wembley-Rasen nach Sitten. Ich war den Tränen nahe, als dieser im letzten Jahr ausgetauscht wurde», sagt Leo Eyholzer. Der Oberwalliser hat im vergangenen halben Jahrhundert kaum einen Heimmatch verpasst. «Das Tourbillon ist meine Heimat, der FC Sion mein Herz.»

Gefährliche Holzbänke

Die Leidenschaft zu Rot-Weiss teilt er mit seinen Kollegen. Darunter auch: alt-Staatsrat Thomas Burgener. «Ich sass zum ersten Mal als Student im Sittener Stadion. Eine tolle Zeit. Damals fand man mich noch bei den Stehplätzen, heute sitze ich lieber», sagt der 63-Jährige und lacht. Der Grund sei jedoch nicht nur das Alter. «Früher gab es im Tourbillon Holzbänke. Es kam oft vor, dass man sich an Holzsplittern verletzte.»

Provinziell und herzlich

Heute sei das Tourbillon zwar immer noch nicht so modern wie die anderen Schweizer Stadien, aber anders wolle er es sich gar nicht vorstellen. «Es ist eine sehr provinzielle, zugleich aber auch eine sehr herzliche Atmosphäre.» Auch Burgener ist deshalb bei praktisch jedem Heimmatch dabei, um seine Mannschaft zu unterstützen.

Auch Bernhard Fallert aus Visp ist seit über 50 Jahren dabei, wenn Rot-Weiss spielt. Er sei überzeugt, dass der FC Sion eine gute Hinrunde hinlegen wird. «In den ersten drei Spielen wird gegen Lugano, St. Gallen und Xamax gespielt. Das sind auf jeden Fall machbare Gegner. Ich rechne mit mindestens sieben Punkten.»

Mit Optimismus in die neue Saison

Zum Optimismus trage vor allem auch Trainer Maurizio Jacobacci bei. Er habe bewiesen, dass er der richtige Mann an der Seitenlinie sei. Zudem setze er nun auf junge Spieler. Trotzdem hat Thomas Burgener Bedenken. «Matheus Cunha und Marco Schneuwly sind weg. Damit verliert der FC Sion zwei seiner drei besten Torschützen der letzten Saison. Jacobacci muss sich also stark um die Offensive kümmern.»

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