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Globus-CEO Thomas Herbert: «Wir haben in Bern zu viele Läden auf zu engem Raum»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 21.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:44 Minuten.
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85 Arbeitsstellen weg Globus schliesst zwei von vier Läden in Bern

Das Damengeschäft in der einstigen Schild-Filiale in der Innenstadt und das Warenhaus im Westside gehen zu. Die Gründe.

Die Globus-Gruppe schliesst im Raum Bern zwei von insgesamt vier Läden. Bereits per Ende Juni soll das Damenmodegeschäft an der Berner Spitalgasse dicht machen, 2021 soll das Warenhaus im Einkaufszentrum Westside folgen. Dadurch fallen insgesamt 85 Arbeitsplätze weg, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.

Das Warenhaus und das Herrenmodegeschäft in der Berner Altstadt sollen weiterbetrieben werden. In die Filiale an der Spitalgasse 18/20 zieht der Buchhändler Orell Füssli ein, schreibt die Globus-Gruppe in ihrer Medienmitteilung.

Mehr Online, weniger im Laden

«Der Onlinehandel nimmt stark zu, während die Umsätze in den Filialen zurückgehen», sagt Thomas Herbert, CEO der Globus Gruppe, auf Anfrage. «Vier Standorte auf so engem Raum in der Stadt Bern machen keinen Sinn.»

Gerade ein Warenhaus benötige viel Fläche und sei dementsprechend auf eine hohe Frequenz angewiesen. Das sei im Einkaufszentrum Westside nicht der Fall gewesen, die Frequenz dort sei tief.

Wir hatten im Westside Frequenzprobleme.
Autor: Thomas HerbertCEO Globus-Gruppe

Das bedeute jedoch nicht, dass die Marke Globus am Ende sei, sagt der Globus-Chef. Das erst 2017 renovierte Warenhaus an der Spitalgasse entwickle sich gut.

Wenn möglich nur wenig Entlassungen

Die Mitarbeitenden wurden am Dienstagmorgen persönlich über den Entscheid informiert, wie es weiter heisst. Globus setze alles daran, Entlassungen zu vermeiden.

Mit den Sozialpartnern würden Massnahmen erarbeitet, um die Auswirkungen der Schliessung zu mildern. Sollten Entlassungen unvermeidlich sein, würden Betroffene über einen Sozialplan unterstützt. Gespräche mit den Sozialpartnern seien im Gang.

Wer will die Globus-Gruppe?

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Die Globus-Besitzerin Migros hatte im vergangenen Sommer angekündigt, einen Käufer für die Warenhauskette zu suchen. Die Globus-Gruppe hatte 2019 einen weiteren Umsatzrückgang von 5,6 Prozent auf 762.7 Millionen Franken hinnehmen müssen.

Dabei hatten auch Filialschliessungen und das Ende für die Marken Schild und Herren Globus eine Rolle gespielt. Der Umsatz im Onlinegeschäft habe sich hingegen mehr als verdoppelt, betonte das Unternehmen, ohne jedoch eine konkrete Zahl zu nennen.

Bisher wurde jedoch noch kein Käufer gefunden. Die Globus-Gruppe gehört weiterhin zur Migros.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Eric Cerf  (Alpenjonny)
    Tja, liebe Sportfreunde, das einst so mächtige Imperium des Migros-Konzern zeigt Risse und Auflösungserscheinungen. Die Notverkäufe des MGB erscheinen logisch, weitere müssen folgen. Abspecken ist angesagt, zurück zu den Wurzeln und Zielen des Gründers Gottlieb Duttweiler. Nämlich die Bevölkerung mit preisgünstigen und guten Lebensmittel zu versorgen. Der heutige Migros-Konzern ist meilenweit davon entfernt. Shoppen im Web und Grenztourismus nagen massiv an den Erträgen der Migros.
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