Umnutzung von Maiensässen Abfuhr für Walliser Standesinitiative

Alte Ställe und verwaiste Maiensässe sollen einfacher in Wohnungen umgebaut werden dürfen, das hat die zuständige Ständeratskommission beschlossen. Standesinitiativen der Kantone Wallis und Graubünden zum Thema lehnt die Kommission dennoch ab.

Ein Maiensäss von aussen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Maiensässe – wie hier beim Sanetsch Pass im Wallis – sollen nicht einfach so umgenutzt werden können. Keystone

  • Viele alte Ställe und Maiensässe im Berggebiet sind verwaist und in schlechtem Zustand.
  • Die Bergkantone Wallis und Graubünden fürchten, dass diese Bauten ungenutzt zerfallen.
  • Sie fordern deshalb, dass die Regeln zur Umnutzung dieser Bauten gelockert werden.

Die Raumplanungskommission des Ständerats begrüsst diese Idee grundsätzlich, weil es sich bei diesen Bauten um wertvolles Kulturgut handle, das ohne konkrete Massnahmen zu verschwinden drohe. Allerdings geht der Kommission die Forderung der Bergkantone zu weit. Es gehe nicht an, dass hunderttausende solcher Bauten umgenutzt würden.

Die Standesinitiativen wurden deshalb einstimmig abgelehnt. Allerdings beschloss die Kommission, das Anliegen in die laufende Revision des Raumplanungsgesetzes aufzunehmen. Dabei soll sichergestellt werden, dass es nicht zu intensiveren und störenden Nutzungen kommt.