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Abstimmung Stadt Bern Deutliches Ja für neue Software im Sozialbereich

  • 68,9 Prozent der Stadtberner Stimmberechtigten stimmen dem 19 Millionen Franken-Kredit für eine neue Software zu.
  • Dank der Zustimmung kann die Stadt Bern zusammen mit der Stadt Zürich und dem Kanton Basel-Stadt eine neue Fallführungssoftware entwickeln.
  • Die Inbetriebnahme in der Stadt Bern ist für Anfang 2022 geplant.

Im Sozialbereich arbeiten Angestellte der Berner Stadtverwaltung seit 20 Jahren mit der gleichen Fallführungssoftware. Darin hinterlegen sie ihre Gesprächsnotizen, tätigen Ein- und Auszahlungen und verwalten Vermögen von Klientinnen und Klienten. Zwar wurden einzelne Softwaremodule während dieser Zeit verbessert, inzwischen sei das System jedoch veraltet, heisst es in der Abstimmungsbotschaft.

Frauenhände an einer Computertastatur
Legende: Mit der neuen Software soll auch der Datenschutz verbessert werden, so die Stadt Bern. Keystone (Symbolbild)

Mit einer Ja-Mehrheit von 68,9 Prozent stellten sich die Stimmenden hinter die neue Software namens Citysofnet, wie die Stadt Bern bekanntgab. Damit sind der Investitionskredit von 14,9 Millionen Franken und der Verpflichtungskredit von 4 Millionen Franken unter Dach. Letzterer beinhaltet Lizenz- und Wartungskosten sowie die Kosten für den Support und die Serverinfrastruktur. Die Stimmbeteiligung betrug 31,1 Prozent.

Eigene Software für Bern, Zürich und Basel

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Da auf dem Markt keine geeignete Standardlösung verfügbar sei, muss eine eigene Software entwickelt werden. Um die Kosten zu reduzieren, spannt die Stadt Bern mit den beiden grössten deutschschweizer Städten zusammen: Mit der Stadt Zürich und dem Kanton Basel-Stadt. Die drei Projektpartner haben den Verein citysoftnet gegründet. Die Stadt Bern macht den Anfang, anschliessend folgen Zürich und Basel. Voraussichtlich 2022 soll das neue System in Betrieb gehen.

Die Vorlage hatte das bürgerliche sowie das linke Lager in der Stadt Bern gespalten. Die FDP empfahl die Vorlage zur Annahme, die SVP hatte die Nein-Parole beschlossen. Auch die Grünalternative Partei (GaP) empfahl ein Nein. Die Delegierten der SP stellten sich deutlich hinter den Kredit.

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