Agglomeration Freiburg für Düdingen ohne Nutzen?

Am 9. Februar stimmt Düdingen über den Austritt aus der Agglomeration Freiburg ab. Düdingen zahlt jährlich 600‘000 Franken in den Agglomerationstopf. Dafür erhalte man zu wenig, finden Kritiker. Düdingen erhalte viel und dürfe sich nicht abnabeln, sagen Befürworter.

Werner Wyss und Markus Roggo tauschen sich auf den roten Stühlen im Studio Freiburg aus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Agglo-Gegner Werner Wyss (links) und Befürworter Markus Roggo im SRF Studio in Freiburg. SRF

Die Agglomeration Freiburg besteht aus 10 Gemeinden rund um die Stadt Freiburg. Sie hat einen Agglomerationsrat (das Parlament) und einen Agglomerationsvorstand (die Regierung). Die Agglomeration übernimmt gewisse Aufgaben in der Raumplanung, der Mobilität und in der Wirtschafts- Tourismus- und Kulturförderung.

Düdingen profitiere zu wenig, findet Agglo-Gegner Werner Wyss: «Düdingen hat einzig eine neue Buslinie bekommen.» Viel Geld fliesse in die Stadt Freiburg. Dank dem Agglomerationsprogramm erhalte Düdingen künftig viel Geld für wichtige Verkehrsberuhigungen, sagt Befürworter Markus Roggo: «Wir müssen die Lebensqualität im Dorf Düdingen unbedingt erhöhen.»

Sprachenfrage als Streitpunkt

Düdingen ist die einzige deutschsprachige Gemeinde in der Agglomeration. «Im Agglomerationsrat wird nur Französisch gesprochen», sagt Werner Wyss. Er sass 5 Jahre im Rat. «Wir müssen das deutschsprachige Bindeglied zum Sensebezirk bleiben», findet hingegen Markus Roggo.

Gewinnen die Agglomerationsgegner die Konsultativabstimmung, so verpflichtet sich der Gemeinderat Düdingen, ein Austrittbegehren zu stellen. Ein Austritt ist normalerweise erst in 10 Jahren möglich.