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Legende: Audio Michael Bach: «Das Potenzial für hochwertige Schweizer Messer ist vorhanden.» abspielen. Laufzeit 05:51 Minuten.
05:51 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 27.03.2019.
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Altes Handwerk neu entdeckt Bieler Firma hat mit exklusiven Messern eine Nische gefunden

Das Schweizer Offiziersmesser ist ein Klassiker. Aus Biel erhält es jedoch Konkurrenz, die bei Designern gut ankommt.

Im letzten Jahr war es der Deutsche Red Dot Design Award, im Februar der German Design Award: die Steak-Messer und Gabeln aus Biel kommen bei Fachleuten an. Fabriziert werden sie von der noch jungen Firma Sknife. Deren Name entstand aus der Wortschöpfung von Swiss und Knife.

Wertschöpfung in der Schweiz

«Wir versuchen die Wertschöpfung zu fast 100 Prozent in der Schweiz zu erbringen», sagt Sknife-Chef Michael Bach. Die Rohlinge aus Chirurgenstahl liefert eine regionale Firma, geschmiedet werden sie im Emmental, am Hauptsitz in Biel werden die Messer schliesslich gefertigt. Das Holz für die Griffe stammt aus dem Bündnerland, die Holzschachtel für den Versand und für die Aufbewahrung durch die Kundinnen und Kunden produziert eine Firma in der Region Bern.

Rund 30 Arbeitsschritte sind nötig, bis ein Steak-Messer fertig ist.

Jahrelang hat Michael Bach Messer aus Japan importiert und weiterverkauft. Seine Abnehmer: Spitzenköche aus der ganzen Schweiz. «Im Kontakt mit meinen Kunden stellte ich fest, dass ein Bedürfnis besteht nach einem echten Schweizer Messer.» Die wichtigsten Kunden sind heute denn auch Spitzenrestaurants und Grand Hotels. Das Sortiment beschränkt sich längst nicht mehr auf Steak-Messer und passenden Gabeln. Dazu sind weitere Bestecke gekommen.

Das alte Handwerk gepaart mit der Schweizer Wertschöpfungskette hat auch seinen Preis: über 200 Franken kostet ein Steak-Messer. Vor kurzem hat die 2014 gegründete Firma auch ein eigenes Taschenmesser lanciert. Auch dies mit rund 1000 Franken ein Produkt für eine gut betuchte Kundschaft. Bach: «Wir haben unsere Nische gefunden und wollen auch gar nicht für die grosse Masse produzieren.»

(SRF 1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Matthias Krähenbuehl (Mattthecrow)
    Ich mag der Firma den Erfolg von Herzen gönnen. Dass es beim Preis von 200.- pro Messer immer noch Käufer gibt zeigt aber auch, dass einige in anderen monetären Sphären leben...
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Die gibt es sicher, Herr Krähenbühl, die mit Anderen monetären Spielräumen. Handkehrum, finde ich, dass ich mich lieber mit wenig, aber mit Dingen, die gut und schön sind umgebe und vielleicht halt ganz oldschoolmässig auf ein solches Messer spare und dann mehrfach Freude habe, die Vor und jedesmal Während .....
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    2. Antwort von Titus Sprenger (TitusSprenger)
      Oder wir leben in einer Billigwaren-Sphäre "Made in China" und haben verlernt, was anständig produzierte Artikel kosten. Und wir rechnen falsch, weil wir nur diesen einen Preis sehen und uns gar nicht überlegen, wie lange so ein Messer im Vergleich zu anderen, billiger produzierten Messern hält.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Handwerk, Können, Handfertigkeit gepaart mit praktischer Schönheit und guter Qualität, das finde ich etwas, das zur Schweiz gehört. Zeichnet so Einiges Made in der Schweiz aus. Darauf dürfen und sollten die Menschen hier setzen. Das setzt kleinere Betriebe voraus, die produktnah schaffen. Ein Produkt vom Anfang bis Ende, in sich Ganzes, herstellen wollen. Nachmachen. Gute und Schöne Dinge in einem richtigen Mass. Zukunftsträchtig und Nachhaltig. Well done und weiter so.
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