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Bern Freiburg Wallis Ampeln im Bahnhof Bern: «Es muss sich nicht jeder daran halten»

Blödsinn für die einen, eine gute Sache für die anderen: Die Ampeln im Bahnhof Bern, die zu den Stosszeiten die Pendlerströme lenken sollen. Funktionieren tut es (noch) nicht wirklich. Der Pendler sei ein Gewohnheitsmensch, sagt der Forscher der ETH Zürich.

Der grüne Ampelbogen bei der Rampe und der rote bei der Treppe sollen den Pendlerstrom lenken.
Legende: Der grüne Ampelbogen bei der Rampe und der rote bei der Treppe sollen den Pendlerstrom lenken. Keystone

Beim Perron-Aufgang zu den Gleisen 3 und 4 hat die SBB die Ampeln angebracht. Fährt ein Zug ein, leuchtet es beim Treppenaufgang zum Perron rot, grün bei der Rampe, die von der Bahnhof-Unterführung zum Gleis führt. 90 bis 120 Sekunden lang. Ein Versuch, die Menschenmasse, die vom Zug kommt und jene, die auf den Zug eilt, zu trennen.

Bis Ende Jahr läuft diese Pendler-Lenkung mit Ampeln im Bahnhof Bern. Eine gute Idee, sagen zwei ältere Zugreisende. Doch: Die Bahnpassagiere halten sich längst nicht alle daran. Einige achten sich nicht, andere finden das ganze schlicht einen «Blödsinn».

Fussgänger: «Nicht leicht zu lenken»

Dass es nicht von Anfang an klappt, erstaunt Ernst Bosina von der ETH Zürich nicht. Er beschäftigt sich mit Fussgänger-Forschung und sagt: «Fussgänger sind nicht leicht zu lenken.»

Sie müssten einen Nutzen sehen, wenn sie sich an diese neue Regel gewöhnen sollen. Anders als in asiatischen Grossstädten sei der Leidensdruck in Bern weniger hoch. Und in Asien würden sich die Leute auch eher dem Kollektiv unterordnen. Sie seien Disziplin und Geduld gewohnt.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Hans Ochsner (Hans Ochsner)
    Zitat: 'Sie müssten einen Nutzen sehen, wenn sie sich an diese neue Regel gewöhnen sollen'. Also gibt es keinen Nutzen. Hauptsache es wurde wieder einmal von teuer bezahlten Spezialisten welche es nicht braucht viel Geld für einen totalen Quatsch ausgegeben, welches man nicht hat. So geht die SBB mit unseren Steuergeldern um. Aber es ist doch egal was es kostet, Hauptsache wir haben einen prima Service Public, nicht wahr Frau Leuthard!!
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