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Bern Freiburg Wallis Andreas Rickenbacher tritt 2016 zurück und sucht einen neuen Job

Der bernische Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher hat am Mittwoch seinen Rücktritt aus der bernischen Kantonsregierung bekannt gegeben - nicht per sofort, sondern per Ende Juni 2016. Auf diesen Zeitpunkt hin sucht er einen neuen Job als Verwaltungsrat oder Manager.

Der bernische Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher will sich im kommenden Jahr beruflich neu orientieren. 2016 wird er zehn Jahre der Kantonsregierung angehört haben. Rickenbacher wurde im April 2006 in die bernische Kantonsregierung gewählt; im Alter von 38 Jahren.

Andreas Rickenbacher hat das Gymnasium in Biel besucht, danach an der Universität St. Gallen Ökonomie und an der Universität Bern Betriebswirtschaft studiert. Begleitend zu seinem Studium arbeitete er als Assistent von Claude Longchamp am GfS-Forschungsinstitut in Bern. Rickenbacher wohnt mit seiner Familie in Jens bei Biel. Er ist Vater zweier Töchter.

Ich mache einen Sprung ins kalte Wasser.
Autor: Andreas RickenbacherVolkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern

Andreas Rickenbacher hat für die Zeit nach dem Regierungsrat noch keine Stelle in Aussicht. Er suche eine Tätigkeit in der Wirtschaft, in der er seine Erfahrungen und sein Netzwerk einbringen könne.

Klar, habe er in letzter Zeit das eine oder andere Gespräch geführt, räumte Rickenbacher am Mittwoch vor den Medien ein. Er habe aber festgestellt, dass es als amtierender Regierungsrat «in ungekündigter Stellung» nicht ganz einfach sei. Es brauche darum einen Schnitt. «Ich springe ins kalte Wasser, gehe, auch wenn ich noch keinen neuen Job habe.»

Ein junger Regierungsrat

Ihn habe vor allem die Frage umgetrieben, ob er noch vor oder erst nach dem 50. Altersjahr noch einmal eine Karriere starte. Rickenbacher wurde 2006 bereits im Alter von 38 Jahren in die Berner Kantonsregierung gewählt. Da sei von Anfang an klar gewesen, dass er nach seiner Zeit als Regierungsrat noch einmal etwas anpacken wolle, sagte der Volkswirtschaftsdirektor.

Er wird sich 2016, zumindest vorderhand, ganz aus der Politik zurückziehen. Eine Rückkehr, irgendwann in der Zukunft, schloss Rickenbacher aber nicht ganz aus.

Das ist der politische Werdegang von SP-Mann Andreas Rickenbacher:

  • 1994 - 2006 Mitglied des bernischen Kantonsparlaments.
  • April 2006 Wahl in den Regierungsrat.
  • Ab Juni 2006 Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion.
  • Am 12. August 2015 gibt Andreas Rickenbacher frühzeitig seinen Rücktritt bekannt - per Ende Juni 2016.

Wohlwollen auch von rechts

Mit Rickenbacher tritt Ende Juni 2016 ein kundiger Ökonom, smarter Netzwerker und erfolgreicher Standort-Vermarkter ab. Rickenbacher war einer, der nie so recht in linke Klischee-Schubladen passte. Stets in Anzug und Krawatte machte sich Rickenbacher einen Namen als unaufgeregter, sachlich argumentierender Wirtschaftskenner mit sozialem und umweltpolitischem Verantwortungsbewusstsein.

Als «Volkswirtschaftsdirektor, der nicht sehr links politisiert», sicherte sich Rickenbacher auch bei den Bürgerlichen ein gewisses Wohlwollen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Ausgerechnet ein gemässigter SP'ler, der sich um ALLE Angelegenheiten im Kanton kümmert und überall ein breitfächeriges (unpolitisches) Auftreten und Handeln zeigt, kehrt der Berner Regierung "den Rücken"! Seine Zukunftspläne zeigen eigentlich seine wahren Interessen und seine Fähigkeiten! Vielleicht sind aber auch Aengste vorhanden, wegen den kommenden eidg. Wahlen! Die SP wird einen schweren Stand haben, was sich danach ebenfalls auf die Sozialisten in den Kantonsregierungen auswirken kann!
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