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Bern Freiburg Wallis Anklage gegen 77-Jährigen nach Bootsunfall auf dem Bielersee

Die Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland hat im Fall des Bieler Bootsunfalls von 2010 Anklage gegen den Bootsführer erhoben. Der heute 77-jährige stand von Anfang an unter Verdacht, im Juli 2010 auf dem Bielersee mit seinem Motorboot eine junge Gummiboot-Nutzerin überfahren und getötet zu haben.

Legende: Video «Mutmasslicher Unfall-Fahrer vom Bielersee angeklagt» abspielen. Laufzeit 2:40 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.01.2013.

Die Ermittlungen der Berner Behörden waren umfangreich und dauerten gut zwei Jahre. Nun ist die Behörde von der Beweislage überzeugt. Demnach wird dem damals 75jährigen Bootsführer fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Mann soll am 11. Juli 2010 gegen Abend in der Nähe der St. Petersinsel auf dem Bielersee das Schlauchboot übersehen haben, in dem sich die junge Frau und ihr Freund befanden.

Die beiden waren im Begriff, den See zu überqueren. Als die junge Frau das Motorboot nahen sah, sprang sie ins Wasser und wurde von der Schraube des Motorboots erfasst. Sie erlitt derart schwere Verletzungen, dass sie noch am Unglücksort verblutete.

Niemand hat etwas bemerkt

In der Folge führten die Ermittlungsbehörden ein umfangreiches Beweisverfahren durch, das nun abgeschlossen worden ist. Ende Dezember hat die Staatsanwaltschaft beim Regionalgericht Berner Jura-Seeland Anklage gegen den Hauptverdächtigen erhoben.

Dieser hat bisher stets gesagt, er habe am fraglichen Tag nichts Aussergewöhnliches festgestellt. Das gelte auch für die anderen Personen, die mit ihm auf dem Boot gewesen seien.

2 Kommentare

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  • Kommentar von M. B., AArgau
    Endlich, so lange mussten wir auf diesen Moment warten. Hoffentlich sind dieBeweise erdrückend genug um ihn endlich zu verurteilen. Er hat schliesslich ein junges Menschenleben fahrlässig ausgelöscht und dann fährt er auch einfach weiter. Hoffe er bekommt die Höchststrafe und eine hohe Geldbusse, damit immerhin die Kosten der Familie gedeckt werden können. Angela ist zwar Tod aber ersoll büsen für das was er getan hat, es ist einfach eine Genugtuung wenn er verurteilt wird
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  • Kommentar von J-P Simon / Nietzscheaner, Bern
    Es gibt Krankheiten und Verletzungen, die man selbst auskurieren kann. Doch erreichen sie einen Grad, wo sie nicht mehr zu Hause und alleine behandelt werden können, braucht es durch eine med. Fachperson Hilfe oder gar eine Spital-Pflege. Das geltet auch in der Rechtspflege, die die Hinterbliebenen vollumgänglich beanspruchen dürfen, ja müssen. Damit wird einer Rechtsprechung in Würde und Respekt, die Sie verdient, genüge getan.
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