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ARA Muntelier Abwasserstreit im Freiburger Seeland

Ein Bürgerkomitee will die ARA in Muntelier nicht erneuern, sondern eine Leitung nach Biel bauen. Das sei günstiger.

Klärwasser fliesst in den Murtensee.
Legende: Geht es nach dem Bürgerkomitee, soll in Zukunft kein Abwasser der ARA Muntelier mehr in den Murtensee fliessen. Patrick Mühlhauser/SRF

Die bestehende Abwasserreinigungsanlage in Muntelier ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Und zusätzlich zum bestehenden Einzugsgebiet soll die neue ARA Seeland Süd auch das Abwasser aus der Region Kerzers aufnehmen.

Gegen das rund 60 Millionen Franken teure Erneuerungsprojekt regt sich Widerstand. Ein Bürgerkomitee will in Muntelier keine ARA mehr. Stattdessen schlägt das Komitee vor, eine Leitung von Muntelier nach Biel zu bauen und das Abwasser in die dortige ARA zu führen.

Günstigere und sauberere Variante

Das sei bedeutend günstiger und umweltschonender, argumentiert das Bürgerkomitee. «Das gereinigte Abwasser könnte in Biel in die Aare abgeleitet werden, was auch den Murtensee schonen würde, der gleichzeitig als Trinkwasserquelle dient», so das Bürgerkomitee. Bis jetzt sieht es allerdings nicht danach aus, dass die Berner bereit wären, das Freiburger Abwasser in Biel zu reinigen.

Der Kanton Bern winkt ab

Die Verantwortlichen des bernischen Amtes für Wasser und Abfall bezweifeln die rasche Realisierbarkeit der rund 25 Kilometer langen Abwasserleitung. Zudem gehen sie von höheren Gesamtkosten aus – verglichen mit der geplanten Erneuerung der ARA in Muntelier. Am 10. Februar 2019 stimmen die beteiligten Gemeinden über das Projekt ab.

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