Walliser Urgestein wird 80 Art Furrer: «Ich möchte nicht zu früh in den Himmel kommen»

Im Februar wird der Walliser Tourismusunternehmer 80 Jahre alt. Er hat immer noch viele Ideen und hofft deshalb auf ein langes Leben.

Zu seinem Geburtstag am 24. Februar wünscht er sich Gesundheit und noch ein paar Jahre, damit sich einer seiner kühnsten Träume vielleicht doch noch erfüllt: Eine Verbindungsbahn über den Aletschgletscher von «seiner» Riederalp auf die benachbarte Belalp.

Dass diesem Projekt ein rauer Wind entgegenweht, ist dem Optimisten Art Furrer egal: «Wenn ich noch lange genug da bin, werde ich mit dieser Bahn fahren.»

Ein facettenreiches Leben

Der Hotelier und Bergführer Art Furrer hat viel erlebt. In jungen Jahren nach Amerika ausgewandert, lebte er dort den amerikanischen Traum. Er verdiente Millionen mit seinem akrobatischen Skistil, unterrichtete Prominente, wie die Kennedy-Familie, und trat vor einem riesigen Publikum im Fernsehen auf.

«  Ich bin bühnensüchtig. Ich sehnte mich immer nach Publikum. »

Art Furrer
Tourismusunternehmer

Als Selfmademan aus den USA zurückgekehrt, investierte er sein Geld in zahlreiche Hotelbetriebe. Die Schweizer Medien bezeichneten ihn bald als «König der Riederalp» und Furrer wurde auch durch seine Auftritte bei «Verstehen Sie Spass?» berühmt. Er verdanke den Medien viel, sagt der bald 80-Jährige. «Sie haben mir ermöglicht, den Namen Art Furrer als Marke zu etablieren.»

«  Die Führung meiner Betriebe an meinen Sohn zu übergeben, war die schwerste Geburt meines Lebens. »

Art Furrer
Tourismusunternehmer

Inzwischen hat Art Furrer die Führung über seine vier Hotelbetriebe auf der Riederalp an seinen Sohn Andreas übergeben. Leicht sei ihm das nicht gefallen, sagt der Tourismusunternehmer. «Es ist schwierig, etwas in andere Hände zu geben, das man mit viel Herzblut aufgebaut hat.»

Art Furrer ist nicht ruhiger geworden. Noch immer äussert er sich pointiert zum Thema Tourismus in den Alpen. «Wir sollten den Tourismus nicht nur aufs Skifahren ausrichten und wir müssen lernen, zusammenzuarbeiten.» Der Kanton Wallis und die Politik hätten seiner Meinung nach in touristischen Belangen in den letzten Jahrzehnten völlig versagt.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)