Asylbewerber und Sozialhilfebezüger beleben Restaurant neu

Im ehemaligen Gästehaus und heutigen Asylzentrum «Le Temps de Vivre» in Chamoson im Unterwallis gibt es ab Ende Juli wieder ein öffentliches Restaurant. Asylbewerber und Sozialhilfeempfänger werden im Rahmen eines Integrationsprojektes Einheimische und Touristen bewirten.

Jemand serviert zwei Kaffees. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Projekt soll eine Chance sein für Asylbewerber und Sozialhilfebezüger. Und das Dorf bekommt sein Restaurant zurück. zvg (Photo R. Metral)

Im ehemaligen Restaurant «Le Temps de Vivre» in Unterwalliser Dorf Chamoson sind die Türen der Gaststube für die Öffentlichkeit schon länger zu. Seit letzten Sommer wohnen da Flüchtlinge. Diesen Freitag wird das Restaurant wieder aufgehen. Asylsuchende und Sozialhilfeempfänger sollen gemeinsam Einheimische und Touristen bewirten.

«Das Restaurant ist ein Integrationsprojekt, das sich an Asylsuchende und einheimische Sozialhilfebezüger richtet», sagt die Walliser Sozialdirektorin Esther Waeber. Es biete 12 Praktikumsplätze an, die drei bis sechs Monate dauern können.

Im Wallis gibt es bereits ein ähnliches Projekt in Martigny ausschliesslich für Asylsuchende. «Diesmal machen wir einen neuen Schritt und beziehen auch Sozialhilfebezüger mit ein», sagt Waeber. Damit reagiere man auf Kritik aus der Bevölkerung.