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Asylzentrum Prêles Eine Rechnung, die aufgeht – oder ein Fass ohne Boden?

Das Rückkehrzentrum für abgewiesene Asylsuchende ist umstritten. Auch, was die Zahlen dazu angeht.

Legende: Audio Unterschiedliche Ansichten was die Beiträge an das Zentrum betreffen abspielen. Laufzeit 04:00 Minuten.
04:00 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 11.03.2019.

Der Kanton Bern erhält vom Bund pro Person, welche in Prêles untergebracht wird, einen Pauschalbetrag zwischen 400 Franken und 6000 Franken. Unabhängig davon, wie lange eine Person in Prêles bleibt. Reist sie früher in ihr Herkunftsland zurück, bleibt etwas Geld für den Kanton übrig, bleibt sie länger in Prêles, legt der Kanton drauf.

Warum das neue Zentrum?

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Seit Anfangs Monat gelten in der Schweiz die schnelleren Asylverfahren. Die Asylsuchenden sollen nicht mehr so lange warten müssen, bis sie ihren Entscheid erhalten, ob sie in der Schweiz bleiben können oder nicht. Auch der Kanton Bern passt seine Strukturen an. Er will abgewiesene Asylsuchende, die Nothilfe beantragen, künftig im ehemaligen Jugendheim in Prêles unterbringen. Dort soll Platz für 350 bis 450 abgewiesene Asylsuchende entstehen.

Nebst der Dauer, wie lange ein abgewiesener Asylsuchende in Prêles bleibt, gibt es auch hinter der Belegung ein Fragezeichen. «Es kann sein, dass das Zentrum zu wenig ausgelastet ist», sagt Jürg Schneider. Er ist pensionierter Ökonom, hat mehrere Firmen gegründet und betreut heute Asylsuchende.

«Ja, das Risiko ist natürlich da», sagt Markus Aeschlimann, Leiter des kantonalen Migrationsdienstes auf die Frage, ob der Kanton Bern künftig drauflegen könnte. Auch weil der Kanton für den Betrieb jährlich mit Fixkosten von acht Millionen Franken rechnet.

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