Jura-Frage Auch Grandval verzichtet auf weitere Abstimmung

Falls Moutier am 18. Juni 2017 einem Kantonswechsel von Bern zu Jura zustimmen würde, könnten die Nachbargemeinden anschliessend ebenfalls noch über einen Kantonswechsel abstimmen. Auf diese Möglichkeit verzichtet nun die Gemeinde Grandval, gleich wie die Gemeinde Crémines.

Der Gemeinderat von Grandval hat am Montagabend entschieden, das entsprechende Gesuch bei der Berner Regierung zurückzuziehen. Dies als Reaktion auf eine Petition gegen die kommunale Abstimmung, die von 120 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet worden war.

Fusion statt Kantonswechsel

Wie in Crémines bildet das Fusionsprojekt der Gemeinden Crémines, Eschert, Grandval und Corcelles den Hintergrund für den Gemeinderatsentscheid. Der Gemeinderat von Grandval findet, angesichts dieses Projekts kreiere die mögliche Abstimmung über die Kantonszugehörigkeit eine unnötige Erwartungshaltung.

Blick über ein Feld auf die Kirche von Grandval Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grandval will bernisch bleiben. zvg / Gemeinde Grandval

Ausserdem habe die jurassische Regierung den Gemeindeangestellten von Grandval keine Jobgarantie abgegeben. Grandval zählt rund 400 Einwohner.

Am vergangenen Donnerstag hatte der Gemeinderat von Crémines bekanntgegeben, er ziehe das Gesuch für eine kommunale Abstimmung im Fall eines Kantonswechsels von Moutier zurück. In Crémines hatten 122 Einwohner in einer Petition diesen Schritt verlangt.

Eigentlich ohnehin gegen Kantonswechsel

Crémines und Grandval lehnten im Herbst 2013 anlässlich einer regionalen Volksabstimmung die Bildung eines neuen, grösseren Kantons Jura, bestehend aus dem Berner Jura und dem heutigen Kanton Jura, ab.
Doch befürchteten sie, bei einem Kantonswechsel von Moutier ins Abseits zu geraten und ersuchten deshalb um das bernische Okay für eine kommunale Abstimmung im Fall eines Ja in Moutier. In Bern liegen nun noch Gesuche aus Belprahon und Sorvilier.