Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis Auf Freiburger Alpen nützen die Herdenschutzhunde

Dieses Jahr hat der Wolf im Kanton Freiburg nur halb so viele Schafe gerissen wie letztes Jahr.

Herdenschutzhund mit Schafen
Legende: Herdenschutzhunde schützen «ihre» Schafe. Keystone

Im Jahr 2012 riss der Wolf auf Freiburger Alpen noch 55 Tiere. Im 2013 waren es halb so viele: 21 Schafe und zwei Ziegen. Das entspreche 0,3 Prozent der gesömmerten Schafe und Ziegen, schreibt die Landwirtschaftsdirektion des Kantons Freiburg.

Derzeit ist im Kanton Freiburg nur ein Wolf unterwegs, respektive eine Wölfin. Auf ungeschützten Alpen tötete sie pro Angriff fast sechs Schafe. In den vier Fällen, in denen sie geschützte Alpen angriff, riss sie insgesamt sechs Schafe (1,5 pro Angriff).

Der Einsatz von Herdenschutzhunden bringe den Hirten zwar Mehrarbeit, aber so sei es möglich, die Verluste durch den Wolf zu reduzieren. Die Freiburger Landwirtschaftsdirektion kommt zum Schluss: «Ein Zusammenleben von Wolf und Schafen ist somit möglich.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Benjamin Frei, Pro Fauna, Aesch
    @Tim Luethi: Könne Sie irgendwelche Quelle für die angebliche Bedrohung von Wanderern durch Herdenschutzhunde vorweisen? Es gibt in der Schweiz keinen einzigen Bericht, dass ein Schutzhund einen Wanderer gebissen hat. Ja, die Hunde verbellen die Wanderer/Biker, doch das tun auch andere Hunde. Zudem sterben immer wieder Wanderer durch Mutterkühe, trotzdem verbieten wir die Kuhhaltung nicht mit Verweis auf die akute Lebensgefahr.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
    Leider ist aber das Zusammenleben der Schafe mit dem Wild nicht möglich, denn dieses meidet die von Schafen oder Ziegen beweideten Flächen, so das diese als Äsungsflächen ausscheiden, dazu kommt noch die Übertragung von Krankheiten. Die zunehmende Schafhaltung bringt also unser Wild noch mehr in Bedrängnis – da ist der Wolf ja eigentlich höchst willkommen..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Tim Luethi, Zürich
      Das Wild bringt eben keine Geld ein, zudem sind die Hunde eine Bedrohung für Wanderer. Der Wolf ist ein scheues Wildtier, und deshalb für Wanderer höchstens ein Highlight.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Hans Müller, Bischofzell
      Lieber Herr Leinemann, ich kann Ihre Aussage überhaupt nicht unterstützen ich sehe immer wieder Schafherden und Wildtiere die in unmittelbarer Nähe zusammen weiden. Ebenso beobachte ich sehr oft das Wildtiere nach einer Nutzung mit Schafen auf denselben Flächen sehr gerne Weiden und das junge frisch nachgewachsene, schmackhafte Gras nutzen. Um Krankheiten vorzubeugen sind Schafhalter angewiesen Massnahmen zu treffen beispielsweise via. BGK.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Benjamin Frei, Aesch
      Herr Leinemann, Sie haben recht, hin un wieder sieht man Wild- und Nutztiere auf den selben Weiden. Und genau da liegt das Problem: 12'000-15'000 Stück Kleinvieh sterben jedes Jahr auf den Alpen an Krankheiten. Diese Krankheiten werden auf die Wildtiere und von diesen auch wieder auf andere Nutztiere übertragen. Deshalb fordere ich, dass die Herden wieder ständig behirtet werden und dass bei Krankheiten angemessen reagiert wird, was heute leider nicht der Fall ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Benjamin Frei, Aesch
      Herr Luethi, haben Sie einen Beweis für Ihre Aussage, dass Schutzhunde eine Gefährdung seien? Ich habe bei meiner Recherche keinen einzigen Fall in der Schweiz gefunden, dass ein Hund einen Wanderer oder Biker gebissen hätte. Ja, die Schutzhunde bellen fremde Menschen an um diese zu vertreiben, doch das machen auch andere Hunde (Postbote?). Auch töten Mutterkühe immer wieder Menschen, kritisiert oder verhindert man deswegen die Kuhhaltung? Leider nein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen