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Steinbock-Safari im Wallis soll verboten werden.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 12.11.2019.
abspielen. Laufzeit 05:33 Minuten.
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Ausländer jagen Steinböcke Aufstand gegen die Trophäenjagd im Wallis

Reiche Ausländer, die im Wallis Steinböcke schiessen, haben eine Debatte ausgelöst. 50'000 Personen fordern ein Verbot.

Steinbock-Safari im Wallis: Reiche Ausländer, die hier Steinböcke schiessen, haben in den letzten Tagen eine hitzige Debatte ausgelöst. Zwei Fernsehberichte haben die Szenen gezeigt.

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Aus dem Archiv: Steinbock-Jagd für reiche Ausländer im Wallis
Aus Rundschau vom 06.11.2019.
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Seither haben im Internet rund 50'000 Personen eine Petition unterschrieben, welche die Trophäenjagd im Wallis verbieten will. Auch die Grünen sind aktiv geworden.

Die Bilder im Bericht sind schockierend, aber zeigen die Realität.
Autor: Jérémy SaviozGrossrat der Grünen

Die Fernsehberichte der Jagd hätten ihn stark berührt, sie würden aber die Realität zeigen, sagt Jérémy Savioz, Grossrat der Grünen und Geschäftsführer von Pro Natura Wallis. Er kritisiert, dass die reichen Ausländer auf Steinbock-Safari gehen und von Wildhütern begleitet werden.

Realität oder nicht?

Peter Scheibler, Chef der Dienststelle Jagd, Fischerei und Wildtiere sieht dies anders. Die Berichterstattung im Fernsehen sei tendenziös gewesen, so Scheibler: «Da zeigt man nicht die Realität.» Die Wildhüter würden den ausländischen Kunden nur gezielt jene Tiere zeigen, die sowieso abgeschossen werden müssten. Scheibler verteidigt das Walliser Jagdsystem, welches diese Steinbockjagd ermöglicht.

Walliser Jagdgesetz

Seit 1991 können Schweizer und Ausländer ein sogenanntes Tagespatent lösen und Steinböcke schiessen. Je nachdem wie lange die Hörner sind, zahlen sie dafür bis zu 20'000 Franken. Damit nimmt der Kanton rund 650'000 Franken pro Jahr ein.

Der Kanton halte an dem Gesetz fest, weil es wirtschaftlich interessant sei, weil es dem Steinwild nicht schade und weil es von interessierten Kreisen bisher mitgetragen wurde, erklärt Scheibler. Die 5300 Steinböcke, die es im Wallis gebe, müssten zwingend reguliert werden. 120 Tiere werden in der Tagesjagd geschossen – 330 weitere von Walliser Jägern.

Die Praxis soll verboten werden

Man könne den Bestand aber auch ohne Ausländer regulieren, meint der Grüne Jérémy Savioz. Er fordert, dass die Praxis mit den zahlenden Ausländern verboten wird. Diese schade dem Image des Kantons.

Ich frage mich, wie man die Ertragsausfälle deckt, die durch allenfalls wegfallende Steinbock-Abschüsse entstehen.
Autor: Daniel KalbermatterPräsident des Walliser Jägerverbands

Für den Präsidenten des Walliser Jagdverbands, Daniel Kalbermatter, wäre die Abschaffung der umstrittenen Steinbock-Jagden grundsätzlich kein Problem. Man könne diese Wildart bewirtschaften, wie jede andere auch, sagt er. Die Walliser Jäger könnten also auch jene Tiere regulieren, die jetzt von zahlenden Gästen geschossen würden. «Ich frage mich einfach, wie man die Ertragsausfälle deckt, die durch allenfalls wegfallende Steinbock-Abschüsse entstehen.»

Ob der Kanton Wallis weiterhin an der Jagd festhält, ist derzeit offen. Im Moment würden Diskussionen mit dem Walliser Jagdverband laufen, sagt Peter Scheibler. Je nach Diskussion werde die Jagd verboten oder bleibe weiterhin erlaubt.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Der Steinock wird bejagd und erschossen. Ob durch die Hand eines Jägers, Wildhüters oder Touristen ist für den Bock nicht relevant. Was ich aber nicht verstehe ist, dass die walliser Jäger sich nicht selbst gegen dieses System auflehnen, da der Steinbock nur selektiv bejagd werden darf und sie ja eigentlich als lokale Jäger die hegen und pflegen am ehesten Anspruch auf "ihr" Wild hätten.
    Im Kt. Graubünden hat ein Jäger nur einmal in seiner Karriere die Chance einen kapitalen Bock zu schiessen!
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  • Kommentar von Kathrin Grogg  (Kathrin Grogg)
    Wenn schon Regulierung, dann bitte nur Hegeschüsse von kranken, missgebildeten oder sehr alten Tieren, od. jungen schwachen Böcken. Aber dass man kapitale Böcke, die für eine gesunde Population sorgen sollen abknallt, finde ich geradezu dumm. Das Anlocken mit Salzstein od. sonstigen Ködern empfinde ich als unehrenhaft: Aus dem SUV aussteigen, ein paar Schritte gehen und losballern, da fehlen mir die Worte. Da können sich diese Hobbyjäger wirklich auf die Schulter klopfen (Ironie off).
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  • Kommentar von Wilfred Scheidegger  (Ville Frayde)
    ...WER reguliert den Mensch ???
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