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Wie realistisch ist eine Auswilderung?
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 23.07.2019.
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Auswildern für Touristen Wieder Steinböcke am Stockhorn?

Die Stockhornbahn möchte Steinböcke ansiedeln. Ob das möglich ist, klärt der Kanton Bern ab.

Im Berner Oberland leben über 1000 Steinböcke. Doch entlang der Stockhornkette gibt es keine dieser Tiere. Hier sind sie schon seit Jahrhunderten ausgestorben. Doch bald sollen sie hier wieder frei herumlaufen – so wünscht es sich jedenfalls die Stockhornbahn AG.

Geeigneter Lebensraum und mögliche Konflikte

Der Berner Jagdinspektor Niklaus Blatter bestätigt diese Pläne. Derzeit klären seine Leute ab, ob eine Auswilderung durchführbar ist. «Wir schauen, ob der Lebensraum passt.» Geprüft wird auch, ob es mögliche Konflikte mit der Land- oder Forstwirtschaft gebe könnte und ob die rechtlichen Grundlagen vorhanden sind.

Nicht das erste Auswilderungsprojekt

Das letzte Mal wurden 2001 und 2003 im Berner Oberland Steinböcke ausgewildert. Die Auswilderung fand im hinteren Diemtigtal statt. Der Kanton Bern wertet das Projekt als Erfolg. Die Tiere hätten sich eingelebt, Probleme seien keine aufgetaucht.

Auch wenn sich im Berner Oberland schon Steinböcke wohlfühlen, lässt sich die Situation nicht mit dem Stockhorn vergleichen. «Eine Frage ist, ob sie auf den tiefen Voralpengipfeln längerfristig leben können», so Niklaus Blatter. Dies gilt es nun herauszufinden. Als nächstes will der Kanton die Grundeigentümer und die Bevölkerung informieren. Wann eine mögliche Auswilderung stattfinden könnte, kann Niklaus Blatter nicht sagen.

Kein Zoo

Er dämpft jedoch die Erwartung, dass eine Steinbockkolonie automatisch zur Tourismusattraktion wird. «Wir machen sicher keinen Zoo», so Blatter. Die Tiere würden sich womöglich nicht einfach so vom Gipfelrestaurant beobachten lassen.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 06:32 Uhr; pret;liec)

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