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Bär an der Lenk gesichtet «Ein Bär darf nie den Eindruck haben, dass er Essen bekommt»

Im Berner Oberland ist ein Bär unterwegs. Wie richtig verhalten? Wertvolle Tipps aus dem Nationalpark Graubünden.

Bär
Legende: Im Mai 2017 wurde im bernischen Eriz ein Bär gesichtet – ob der Bär an der Lenk der gleiche ist, ist noch unklar. Keystone

In der Gemeinde Lenk im Gebiet Siebenbrunnen wurde am Mittwoch ein Bär gesichtet, schreibt die Berner Kantonsverwaltung. Die Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (Kora) habe aufgrund eines Videos bestätigt, dass es sich um einen Bären handelt.

Totes Kalb – kein Zusammenhang

Ein im Gebiet tot aufgefundenes Kalb wurde nach erster Einschätzung eines Wildhüters nicht von einem Wildtier gerissen. Der Kadaver wurde zur Untersuchung ins Tierspital der Universität Bern gebracht.

Ob es sich beim gesichteten Bären um M29 handelt, der bereits mehrmals im Kanton Bern gesehen wurde, ist laut der Mitteilung unklar. Ebenfalls sei offen, ob sich der Bär nach wie vor im Gebiet aufhalte. Das Jagdinspektorat bittet Personen, die einen Bären beobachten oder Bärenspuren entdecken, um Meldung (Telefon 0800 940 100).

In Graubünden weiss man wie

Im Schweizerischen Nationalpark in Graubünden hat man seit 2005 Erfahrung hauptsächlich mit jungen männlichen Bären. Wichtig sei, dass man ihnen keine Fressmöglichkeiten biete, etwa in Abfallkübeln. «Hat ein Bär den Eindruck, dass der Mensch ihm Essen liefert, ist das kaum wegzutrainieren», sagt Hans Lozza vom Schweizerischen Nationalpark.

Im Graubünden habe Pro Natura bärensichere Abfalleimer aufgestellt. «Damit sind schon sehr viele Probleme gelöst», so Lozza. Im Kanton Bern gibt es noch keine solche Container, vermutet Pro Natura Bern.

Grundsätzlich findet Hans Lozza vom Nationalpark, man solle sich in Bern über den Bären freuen: «An sich ist es Ausdruck der Qualität des Lebensraumes, wenn ein Tier plötzlich wieder auftaucht.»

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Reichenbach (Kure75)
    Liebe Unterländer und Städter, warum wollt ihr in den Bergtälern lieber Bär Luchs und Wolf als uns " Bergler"? Und wenn ihr unsere Daseins berechtigung anzweifelt dürften eure kommentare von der NETTIQUETTE eigentlich nich publiziert werden! Allen ein schönes Wochenende
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    1. Antwort von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
      Ein richtiger "Bergler" lebt im Einklang mit der Natur. Dazu gehören auch der Luchs un der Bär. Ich denke, dass sie mit ihrer Denkweise in der Minderheit sind. Ein Alpenraum mit intakter Natur und einer Tiervielfalt bietet den Bergbewohnern auch Chancen hinsichtlich Tourismus und Artenschutz. Touristen aus dem Unterland erbringen eine grosse Wertschöpfung. Es fliessen auch reichlich Subventionen und Wasserzinsen in die Bergregionen welche massgeblich von "Unterländern" finanziert werden.
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  • Kommentar von Ueli Reichenbach (Kure75)
    Wir sind halt hier geboren und leben nun hier! Wenn in den Randregionen schon alles richtung Agglomeration abgezogen wird zB. Zivilstandsamt, Geburtenabteilung, Rav usw. Dann braucht die Bergbevölkerung nicht noch Grosswildraubtiere zu beherbergen! In der heiligen Schrift steht " bebauet die Erde und machet sie euch untertan"! Dass aber der Röstigraben heute zwischen Land und Stadt existiert und nicht zwischen "welsch und Deutsch ist altbekannt!
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    1. Antwort von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
      Die Menschheit hat leider zu lange nach diesem Bibelspruch auf unserem Planeten, ohne den notwendigen Respekt zur Tier-/Pflanzen- und Umwelt, gewütet. Die Folgen sind rasante Umweltzerstörung/Verschmutzung, beängstigende Abnahme unserer Artenvielfalt. Dazu gehört auch die intensive Landwirtschaft die mit ihren Pestiziden und Monokulturen die Gewässer verschmutzt, den Boden und den Lebensraum vieler Tiere kaputt macht. Wenn wir so weiter wursteln, schafft sich der Mensch von selbst ab.
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  • Kommentar von Marcel Hauser (Nyota)
    Es ist halt die Frage ob das auf lange Sicht gut gehen kann. Wenn dann der Bär in die Stadt kommt und dort leben will? Dann muss man ihm ja auch zeigen dass es nicht geht. Ich persönlich finde, dass Bäre nur im Nationalpark leben sollten und wenn sie dieses Teritorium verlassen muss man ihnen zeigen, dass sie es nicht dürfen. Vielleicht ist ein Bär auch lernfähig. Ich lebe in der Nähe von der Stadt, kann aber die Ängste der Berner Oberländer verstehen.
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    1. Antwort von H. Frei (H. Frei)
      Unsere Berge sind der angestammte Platz dieser Grossraubtiere.
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