Berg-Hotellerie: Der Umsatz muss im kurzen Sommer erzielt werden

Nach einem langen Winter sind die Alpenpässe nun wieder offen. Und mit ihnen die Hotels an diesen Alpenübergängen. Innerhalb von fünf Monaten müssen sie genug Gäste bewirten, um überleben zu können.

Das Hotel Glacier du Rohne in Gletsch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Hotel Glacier du Rohne in Gletsch. SRF

Nach einem langen Winter öffnen derzeit auf den Pässen die hochalpinen Gastbetriebe ihre Türen. In Gletsch bereitet sich das altehrwürdige Hotel Glacier du Rohne auf die Sommersaison vor. Rund vier Monate, so die Betriebsführerin Maya Belzer-Hallenbarter, dauere die Saison. Da müsse genug erwirtschaftet werden, um das alte Haus in Schuss zu halten. Bei schönem Wetter sei das gut machbar, bei schlechtem gebe es Probleme.

Maya Belzer führt ihren Betrieb vor allem mit Studenten: «Die haben in diesen Sommermonaten gerade ihre grossen Semesterferien und es sind zudem Leute, die sich auch in der Freizeit gut mit sich selber beschäftigen können. Das ist wichtig, denn Leute, die andere Unterhaltung brauchen, bleiben nicht hier oben, weil sie die hier nicht finden.»

Ihre Gäste sind vor allem Passreisende, die bei der Durchfahrt etwas essen oder trinken. Als Hotelgäste bleiben vor allem Menschen, die Zurückgezogenheit suchen: «Die können sie bei uns finden. Wir haben viel Ruhe und kein Fernsehen.»