Bern bekommt definitive Sicherheitsnetze an den grossen Brücken

Der Stadtrat hat 6,45 Millionen Franken für neue, horizontale Sicherheitsnetze gegen Suizidversuche bewilligt. Das Parlament mochte nicht noch ein Jahr warten, bis das bisherige Provisorium abgelöst wird.

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Bildlegende: Sicherheitsnetze an Berner Brücken werden mit definitiven horizontalen Einrichtungen ersetzt Keystone

Im Jahr 2009 hat das Berner Stadtparlament einer breit abgestützte Motion zugestimmt: Die Berner Brücken sollen mit Netzen gesichert werden. Daraufhin installierte die Stadt bei der Kirchenfeld- und bei der Kornhausbrücke hohe provisorische Netze am Geländer. Und diese erfüllten ihre Aufgabe gut.

Mit diesem Wissen wollte der Gemeinderat den Kredit für die definitiven Netze, die auch mit dem Stadtbild vereinbar wären, auf Ende 2015 verschieben. Die momentane finanzielle Lage sei angespannt. Im Parlament und in den Fraktionen waren die Meinungen gespalten.

Am Ende sprach sich das Parlament aber dann deutlich für den Kredit von 6.45 Millionen Franken – und gegen den Aufschub des Gemeinderates aus. Dies wohl deshalb, weil die finanzielle Situation der Stadt auch 2015 nicht viel besser aussehen wird und der Rat endlich Nägel mit Köpfen machen wollte.