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Umworbene Geschäftsfliegerei Bern-Belp erhält Konkurrenz aus Payerne

Im Frühjahr 2019 sollen ab dem Militärflugplatz Payerne die ersten Geschäftsflugzeuge starten. Der Flughafen Bern-Belp schaut genau hin. Denn hier ist die Geschäftsfliegerei ein wichtiges Standbein.

Flughafen Bern-Belp
Legende: Flughafen Bern-Belp: Was passiert hier, wenn Geschäftsflugzeuge auch ab Payerne fliegen? SRF

Der zivile Flugbetrieb in Payerne ist ein Teil des Wirtschafts- und Technologieparks Aeropole, der rund um den Militärflugplatz entsteht. Erste Unternehmen haben sich schon angesiedelt, ein Business Aviation-Unternehmen will seinen Sitz vom Flughafen Genf nach Payerne verlegen.

Einen Geschäftsflugplatz vor der Haustüre gilt für die Freiburger Wirtschaftsförderung denn auch als Standortvorteil, vorab für internationale Firmen. Denn die internationalen Airports Genf und Zürich sind ihnen trotz guten Zugsverbindungen zu weit weg. So fokussiert der zivile Flugbetrieb in Payerne auf die Geschäftsfliegerei. Das Reglement sieht höchstens 4'200 solche Flüge pro Jahr vor.

Konkurrenz zu Bern-Belp?

Aber auch auf dem Flughafen Bern-Belp ist Business Aviation ein wichtiges Standbein. Der Berner Flughafen wickelte 2016 gut 2500 solche Privat-Flüge ab. «Wir beobachten aufmerksam, was in Payerne passiert. Das Projekt ist nicht neu, aber jetzt wird es konkret», sagt CEO Mathias Gantenbein von der Flughafen Bern AG.

Payerne und Belp sind nur 45 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Trotzdem sieht Mathias Gantenbein nicht nur Gefahren, im Gegenteil. «Business Aviation wächst überall und auf den grossen Flughäfen wird es eng. Das kann eine Chance sein, für Belp wie für Payerne». Belp will ja deshalb auch einen diskreten VIP-Terminal für die Geschäftsfliegenden. «Es motiviert uns natürlich, da jetzt vorwärts zu machen. Es ist ein altes Anliegen unserer Kunden.»