Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis Bern hat «das Hochwasser im Griff»

Nach dem Ende des Dauerregens entspannt sich die Lage in der Region langsam. An der Aare in Bern ist der Pegelstand stabil. Auch am Bielersee geht man davon aus, dass die «grösste Gefahr vorüber ist». Und Freiburg meldet, die Lage entspanne sich zusehends.

Die Gefahr eines Hochwassers mit über 400 Kubikmeter pro Sekunde in der Aare in  Bern sei einstweilen gebannt, bilanziert das Stadtberner Feuerwehrkommando am Sonntagmittag. Die Pegelstände von Thunersee und Brienzersee seien aber sehr hoch. Deshalb werde der Kanton bestrebt sein, ein Maximum an Wasser abfliessen zu lassen. Die Aare werde auch in den nächsten Tagen viel Wasser führen. Überwachung und Verbauungen im Berner Mattequartier bleiben deshalb vorläufig bestehen. 

Bange Momente auch am Bielersee und im Kanton Freiburg

Auch am Bielersee geht man davon aus, dass die grösste Gefahr vorüber ist: «Aber das Schmelzwasser müssen wir im Auge behalten», teilt Regierungsstatthalter Werner Könitzer am Sonntagmittag mit. Zumal das Wasser wieder aus dem Neuenburgersee zurück in den Bielersee fliessen werde. 

Die Kantonspolizei Freiburg bilanziert am Sonntag, im Kantonsgebiet seien mehrere Schadenfälle gemeldet worden. Im Greyerzbezirk sind zwei Chalets und mehrere Keller überschwemmt worden. In der Stadt Freiburg ist es zu einem kleineren Erdrutsch gekommen. Jetzt entspanne sich die Lage langsam.

Am Samstag sehr nahe am Grenzwert

Bis 400 Kubikmeter Wasser pro Sekunde waren am Samstag zeitweise die Aare hinuntergeflossen, wie das städtische Feuerwehrkommando mitteilte. Damit war der Alarmwert erreicht. Die Feuerwehr ergriff deshalb entlang der Aare vorsorgliche Massnahmen.

So wurden in der Matte und am Sandrain vorbereitete Sperren eingebaut und Pumpen gesetzt. Im Altenberg wurden Beaver-Schläuche ausgelegt. Das ganze Gebiet an der Aare wurde von Einsatzkräften überwacht, auch wegen möglicher Hangrutsche.

 Am Samstag gegen Abend konnte die Einsatzleitung feststellen, dass sich die Lage leicht entspannte, weil die Zuflüsse etwas weniger Wasser führten.

Dutzende Meldungen auch aus anderen Kantonsgebieten

Der Starkregen in der Nacht auf Samstag setzte auch anderen Kantonsteilen zu, insbesondere dem Berner Oberland, aber auch dem Emmental und dem Seeland/Berner Jura. Die Kantonspolizei nahm innert 24 Stunden bis Samstagmittag rund 140 Meldungen entgegen, Dutzende von Feuerwehren waren aufgeboten. Personen kamen allerdings nicht zu Schaden.
 
Mancherorts seien Bäche und Flüsse über die Ufer getreten, sagte Polizeisprecher Nicolas Kessler am Samstag dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Wasser sei in Keller eingedrungen und habe Strassenstücke überschwemmt. An mehreren Orten sei es zu kleineren Erdrutschen gekommen. So ist die Hauptstrasse am rechten Thunersee-Ufer zwischen Längenschachen und Sundlauenen gesperrt.

In Wichtrach im Aaretal wurde die Trinkwasserversorgung verunreinigt. Die Gemeindebehörden rufen die Bevölkerung auf, bis auf weiteres nur abgekochtes Wasser zu konsumieren. Zurzeit wird das System gereinigt und desinfisziert.

2 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    wenn wir hier leben wollen, müssen wir uns entsprechend verhalten und den Horizont über den Gartenhag hinaus erweitern. oder mit sogen. Renaturierung zurück in die Höhlen oder in den Sumpf und uns zurück entwickeln bis zum Einzeller.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    in solchen Fällen, wo man es Tage im Voraus kommen sieht müssen doch die Schleusen von unten nach oben sofort geöffnet werden. Das heisst alle, vom Meer bis zu den Quellen. Wir hier in den Bergen können das Wasser nicht an den Hängen oben zurück halten, zum Ausgleich haben wir die Seen, dort müssen auch möglichst früh die Schleusen geöffnet werden. In Koordination mit ganz Europa sollte das heute möglich sein. Das Wasser muss möglichst schnell wieder dort hin wo es herkommt, ins Meer!!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen