Bern kann neue Halteplätze für Schweizer Fahrende schaffen

Der Kanton Bern kann drei neue Halteplätze für Schweizer Fahrende bauen. Einen Transitplatz für ausländische Fahrende hingegen lehnte das Kantonsparlament ab.

Schuhe vor einem Wohnwagen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schweizer Fahrende erhalten im Kanton Bern drei neue Plätze – ausländische vorerst keinen. Keystone

Der Kanton Bern kann in Erlach, Muri und Herzogenbuchsee drei neue Halteplätze für Schweizer Fahrende bauen: Der Grosse Rat hat dafür einen Planungs- und Baukredit von 2,65 Millionen Franken bewilligt.

Mit 131 zu 20 Stimmen bei 4 Enthaltungen genehmigte das Berner Kantonsparlament am Montag im Berner Rathaus nach ziemlich kurzer Debatte den Kredit für die drei Stand- und Durchgangsplätze.

Nein zu Transitplatz

Nichts wissen will der Grosse Rat von einem neuen Transitplatz für ausländische Fahrende in Meinisberg. Er wies den Kredit an die Regierung zurück. Der Regierungsrat beantragte dem Parlament, für den Bau dieses Platzes sowie für archäologische Rettungsgrabungen 9,3 Millionen Franken freizugeben.

Die zuständige Kommission des Grossen Rats hatte die Rückweisung des Kredits beantragt. Sie forderte aber die Regierung auch auf, weiterzumachen mit der Suche nach einem Platz für ausländische Fahrende. Dies allerdings auf einer anderen Parzelle und zu deutlich tieferen Kosten.

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