Bern plant Grabfeld für Mensch und Tier

Viele würden gern. Manche tun es heimlich: Fido's Asche dem verstorbenen Herrchen ins Grab geben. Jetzt plant der Stadtberner Friedhofs-Verantortliche ein Angebot, welches das wachsende Bedürfnis decken könnte.

Der Friedhofverantwortliche Walter Glauser auf dem Berner Bremgartenfriedhof. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An Ort und Stelle. Der Friedhofverantwortliche Walter Glauser hat bereits einen Ort für die neue Grabanlage ausgewählt. Michael Sahli/SRF

Walter Glauser, Bereichsleiter Friedhöfe und Familiengärten der Stadt Bern, plant etwas Neues. Mit einem besonderen Grabfeld für Mensch und Tier auf dem Berner Bremgartenfriedhof möchte er dem wachsenden Bedürfnis Rechnung tragen, dass Angehörige die Asche des verstorbenen Haustiers zum bereits verstorbenen Besitzer ins Grab legen dürfen.

«Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das bereits heute passiert», sagt Glauser. Und dass dies heimlich geschehe, stört Glauser. Er möchte nun die Richtlinien schaffen, damit eine gemeinsame Bestattung offiziell möglich wird.

Keine Erdbestattungen

Glauser möchte nun mit verschiedenen Stellen den Dialog weiterführen. Insbesondere mit den Kirchen und Religionsgruppen. Da er wisse, dass Mensch und Tier im selben Grab die Gefühle anderer verletzen könne. Zudem brauche es eine Änderung des Friedhofregelemts, da heute bereits das Spazierengehen mit dem Hund auf der Friedhofsanlage verboten ist. Diese geplante Grabanlage soll zudem nur für Urnenbeisetzungen möglich sein, da bei allfälligen späteren Neugestaltungen der Anlage keine Tierskelette zum Vorschein kommen sollen.