Politische Bildung Bernburger wollen Polit-Forum Käfigturm unterstützen

Die Burgergemeinde Bern ist bereit, 600'000 Franken für den weiteren Betrieb des Polit-Forums Käfigturm in Bern bereitzustellen. Aber nur unter der Bedingung, dass sich auch Stadt, Kanton und Bund beteiligen. Die Unterstützung des Bundes ist noch ungewiss.

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Bildlegende: Das Polit-Forum Käfigturm ist gefährdet, weil sich der Bundesrat aus dem Betrieb zurückziehen will. Keystone

Am Montagabend genehmigte der Grosse Burgerrat, also das Parlament der Berner Burger, einen Betrag von 600'000 Franken für den weiteren Betrieb des Polit-Forums Käfigturm. Diese Unterstützung hatte sich bereits abgezeichnet.

Das Polit-Forum habe mit seinen 30'000 Besuchern pro Jahr eine wichtige Funktion, stelle erfolgreich politische Themen zur Diskussion und der Burgergemeinde liege die jüngere Generation am Herzen: So begründet die Burgergemeinde ihr Engagement in einer Mitteilung vom Montag. Dementsprechend sei es ihr ein Anliegen, dass sich die Jugend im Polit-Forum politisch bilden könne.

Nur, wenn andere auch mithelfen

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Es kommt auf den Bund an

Das Polit-Forum Käfigturm ist ab 2018 gefährdet, weil der Bundesrat seine Unterstützung zurückziehen will. Ob sich der Bund dennoch weiter engagiert, hängt von den eidgenössischen Räten ab. Sie befinden in den nächsten Tagen über je eine Motion ihrer Staatspolitischen Kommissionen, die fordern, der Bund solle 400'000 Franken pro Jahr bereitstellen.

Das Geld ist für die Jahre 2018 bis 2021 bestimmt. Es fliesst unter der Bedingung, dass sich auch der Bund, der Kanton Bern, die Stadt Bern sowie weitere Institutionen an der Stiftung beteiligen, welche künftig die Trägerschaft des Polit-Forums übernehmen soll.

Dies bedeutet, dass es klappen muss mit dem künftigen Finanzierungsmodell für das Forum, das der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät angedacht hat. Er schlug im Herbst vor, dass das Polit-Forum künftig mit einem Budget von einer Million Franken pro Jahr arbeite.

Eine Million pro Jahr

Stadt Bern, Kanton Bern, Burgergemeinde Bern und weitere Institutionen sollen je 150'000 Franken pro Jahr zur Verfügung stellen, der Bund 400'000 Franken. Diese Million Franken entspricht den bisherigen Betriebskosten pro Jahr, für die der Bund aufkommt.

Der Kanton Bern und kürzlich die Stadt Bern – konkret der Berner Stadtrat – haben die ihnen zugedachten Beiträge von 150'000 Franken pro Jahr bereits bewilligt.

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