Bernburger wollen Zentrum Paul Klee sanieren - mit Auflagen

Die Burgergemeinde Bern stellt vier Millionen Franken in Aussicht, um das Zentrum Paul Klee finanziell auf gesunde Füsse zu stellen. Voraussetzung ist eine engere Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern. Für die Burgergemeinde ist das Klee-Zentrum «ein auf Grund gelaufenes Schiff».

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Bildlegende: Bernburgerlicher Geldsegen für das Zentrum Paul Klee ZPK in Bern Keystone

Die Bernburger lösen in Bern ein Problem mehr - und sie machen damit auch Kulturpolitik: Wenn die Burger an der Urnenabstimmung vom Mai 2014 zustimmen, befreien die Burger das Zentrum Paul Klee von zwei Millionen Franken alter Schulden. Und sie ermöglichen mit weiteren zwei Millionen einen Neustart.

«Wir wollen die Zusammenarbeitsverhandlungen deblockieren und das aufgelaufene Schiff vom Riff holen», sagt Burgergemeindeschreiberin Henriette von Wattenwyl gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis». Der Betrag muss vom burgerlichen Stimmvolk im Juni 2014 noch genehmigt werden.

Der burgerliche Geldsegen hat allerdings Bedingungen. So müssen Zentrum Paul Klee und Kunstmuseum Bern enger zusammenarbeiten und eine Voraussetzung ist auch, dass Beiträge vom Kanton fliessen.

Das ist ganz im Sinn der Berner Regierung, die dieses Jahr eine Dachgesellschaft für die beiden Museen vorantreibt. Damit liesse sich die ungeliebte Fusion verhindern, aber die Zusammenarbeit und die Strukturen verbessern. Die finanziellen Nöte des Zentrums Paul Klee waren bei diesem Prozess ein Problem - das die Bernburger nun lösen.