Berner Bauern sollen Pestizide umweltverträglicher einsetzen

Der Kanton Bern und der Berner Bauernverband wollen den umweltverträglichen Pflanzenschutz fördern. Insbesondere in Bächen, Flüssen und Seen ist die Belastung durch Pflanzenschutzmittel oft zu hoch. Mit einem Paket von mehreren Massnahmen soll sich die Belastung reduzieren.

Ein Traktor auf einem Feld versprüht Pflanzenschutzmittel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Soll umweltverträglicher werden: Einsatz von Pflanzenschutzmittel. Keystone

Geplant ist ein ganzes Paket von Massnahmen. Landwirte können sich freiwillig an dem über sechs Jahre angelegten Projekt beteiligen. In Schulungen erfahren sie, wie Pestizide und Herbizide umweltverträglicher eingesetzt werden können. Aber auch Alternativen zu Spritzmitteln sollen durch das Projekt gefördert werden, etwa der Einsatz von Nützlingen.

Lanciert haben das Projekt das kantonale Amt für Landwirtschaft zusammen mit dem Berner Bauernverband und dem Bundesamt für Landwirtschaft. Ziel ist es, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu optimieren und Umweltrisiken im Gegenzug zu minimieren. Das Produktionsvolumen soll durch die Massnahmen nicht massgeblich beeinträchtigt oder reduziert werden.

Rund 80 Prozent der Projektkosten übernimmt der Bund, 17 Prozent entfallen auf den Kanton Bern. Der Regierungsrat beantragt dem Berner Kantonsparlament deshalb einen Kredit von insgesamt 10,6 Millionen Franken. Die verbleibenden rund drei Prozent entfallen auf die Landwirte. Dabei geht es vor allem um Reinigungssysteme für Feldspritzen und Waschplätze.

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