Berner Fachhochschule: Regierung befürwortet Campus in Bern

In der Diskussion der Städte Bern und Burgdorf um Standorte der Fachhochschule zeichnet sich ein Kompromiss ab. Bern soll einen neuen Campus erhalten, Burgdorf dafür die technische Fachschule (früher «Lädere») und ein neues Bildungszentrum.

Ein Haus von aussen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die technische Fachschule Bern soll nach Burgdorf umziehen. SRF

Im Streit um die künftigen Standorte der Berner Fachhochschule (BFH) stellt sich der Regierungsrat hinter eine Kompromisslösung. Die Stadt Bern soll BFH-Standort bleiben und einen Campus im Weyermannshaus erstellen, Burgdorf soll die technische Fachschule, die sogenannte "Lädere", erhalten.

In Burgdorf soll zudem ein neues, gemeinsames Bildungszentrum der Berner Fachhochschule und der technischen Fachschule entstehen, ein sogenanntes TecLab. In dieser Einrichtung sollen die beiden Institutionen unter anderem im Cleantech-Bereich bei der Weiterbildung und beim Wissenstransfer zusammenarbeiten.

Im Berner Weyermannshaus sollen die Departemente Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit und die Hochschule für Künste zusammengeführt werden.

Kompromiss zeichnete sich ab

Die Lösung mit dem Campus in Bern und dem Umzug der "Lädere" nach Burgdorf überzeuge bildungs- und regionalpolitisch am meisten, schreibt die Berner Kantonsregierung in einer Mitteilung vom Dienstag. Die vom Regierungsrat favorisierte Lösung begann sich schon vor einigen Wochen abzuzeichnen. Eine vorberatende Begleitgruppe hatte sich Anfang November dafür ausgesprochen.

Das Berner Kantonsparlament wird sich im kommenden März mit dem Bericht der Regierung zu den BFH-Standorten befassen und einen Grundsatzentscheid fällen.

Die Berner Fachhochschule ist derzeit auf rund zwei Dutzend Gebäude in Bern, Biel und Burgdorf verteilt. Vor drei Jahren beschloss der bernische Grosse Rat, in Biel einen neuen Campus zu bauen und die bisherigen Burgdorfer Standorte nach Biel zu verlegen. Seither streiten sich Bern und Burgdorf darum, wer die übrigen Departemente erhält.

Sendungen zu diesem Artikel