Berner Feuerwehren sind noch immer eine Männerdomäne

Die Feuerwehr Grosshöchstetten wird ab Januar 2016 von Andrea Eigenheer geführt. Sie ist erst die zweite Frau im Kanton Bern an der Spitze einer Feuerwehr.

Ein Feuerwehrmann spritzt Wasser. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Berner Feuerwehr - noch immer fest in Männerhand. Keystone

Die Feuerwehr Grosshöchstetten, die auch Oberthal und Schlosswil umfasst, hat ab Januar 2016 erstmals eine Frau als Kommandantin. Andrea Eigenheer ist aktuell stellvertretende Kommandantin.

Eine Frau an der Spitze einer Feuerwehr ist im Kanton Bern eine Seltenheit: Andrea Eigenheer ist erst die zweite Kommandantin überhaupt. «Wir fördern Frauen nicht aktiv und es ist wahrscheinlich immer noch eine Männerdomäne», sagt Daniel Banholzer, Präsident des bernischen Feuerwehrverbandes.

«Man spürt, sie wollen Dienst leisten»

Jedoch sei es nicht so, dass Frauen gänzlich fehlten: «Ein Viertel der Jugendlichen, die wir ausbilden, sind Frauen», so Banholzer. Bis an die Spitze brauche es jedoch ein längerer Werdegang.

Es gebe wenige Frauen, die sich total für die Feuerwehr interessieren, sagt Daniel Banholzer, der auch Ausbildner ist.

Man spüre zwar, sie wollen Dienst leisten, «aber es ist nicht das Ziel, möglichst schnell eine Kaderstufe zu erreichen».