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Legende: Audio Wer hilft diese Tomaten ernten? abspielen. Laufzeit 02:35 Minuten.
02:35 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 14.05.2019.
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Berner Gemüsebauern Bauern suchen Erntehelfer neu unter Flüchtlingen

Das Hilfswerk Caritas und der Berner Bauernverband spannen zusammen: Sie wollen Flüchtlinge zu Erntehelfern machen.

Schnuppertag beim Gemüseproduzenten Beat Bösiger in Niederbipp: Rund zwanzig Männer informieren sich über die Möglichkeit, in der Schweizer Landwirtschaft Fuss zu fassen. Bösiger hofft, dass sich ein paar von ihnen für die sogenannte Integrationslehre begeistern lassen.

Das Projekt kann ein Gewinn sein für die Gemüseproduzenten und die Flüchtlinge.
Autor: Beat BösigerGemüseproduzent in Niederbipp

Das Projekt von Caritas und dem Berner Bauernverband kommt für den Gemüseproduzenten Bösiger zum richtigen Zeitpunkt. Ihm fehlten letztes Jahr etwa zehn Arbeiter. Die Integrationslehre könne ein Gewinn sein für Bauern und Flüchtlinge: «Wir haben viele einfache Arbeiten, beim Anbau, der Unkrautbekämpfung, der Ernte.»

Mann arbeitet in einer Tomatenplantage
Legende: Jäten, Tomaten aufbinden, Salat ernten, Spargeln stechen – es gibt viel Handarbeit bei Gemüsebauern. Keystone

Die Situation ist neu bei den Gemüsebauern in der Schweiz: Die polnischen Erntehelferinnen und -helfer kämen nicht mehr, sagt Hans Jörg Rüegsegger, Präsident des Berner Bauernverbands. «Sie haben Arbeit in EU-Ländern wie Deutschland oder Österreich gefunden.»

Teilweise finden die Schweizer Bauern noch Erntehelfer aus Rumänien und Bulgarien. Nun suchen sie sie auch unter denjenigen, die schon da sind: Unter anerkannten Flüchtlingen.

Die Integrationslehre

Sie dauert ein Jahr, die Lehrlinge arbeiten auf einem Betrieb und gehen zwei Tage pro Woche in die Schule. Das Hilfswerk Caritas hat das Projekt 2018 zusammen mit dem Berner Bauernverband im Emmental gestartet, mit 12 Lehrlingen. 10 von ihnen sind noch dabei.

Das sei als Erfolg zu werten, sagt Karin Oesch, die beim Berner Bauernverband für die Ausbildung zuständig ist: «Die Kulturen liegen weit auseinander. Die Flüchtlinge machen kleinere Fortschritte, als wir erwartet hatten. Aber sehr positiv ist, wie sich die Bauernfamilien engagieren und sich für ihre Lehrlinge einsetzen.» Dadurch entstehe eine Bindung.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Michel Sutter (Michel Sutter)
    Auch Arbeitslose würden da bei der Ernte helfen. Es ist schade, dass man dies nicht mehr darf. Dank Erntehelfer-Abkommen, ging dies nicht mehr. Es klingt wie aus einem Film, aber CH-ler werden hier nicht genommen. Kenne drei Personen, die nicht kommen durften: man ist zu teuer. Anscheinend klappt es nicht, dass man auch einen Raum in einem Container sowie diesen Lohn haben darf, den die Polen haben. Gesetzlich für CH-ler nicht erlaubt. Es ist komisch. Und das ist nicht gegen Flüchtlinge gemeint.
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  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Kürzlich markierten da in einem Fussballstadion oder in einem SBB Fanzug ein par Typen, dass sie über überschüssige Energie verfügen. Ein bisschen Verbundenheit mit der Scholle würde da vielleicht auch helfen wieder etwas schlaueres zu tun als die Öffentlich keit zu belästigen.
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  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Ich habe gemeint, dies wurde bereits vor ein par Jahren auch schon versucht, mit dem Ergebnis, dass von etwa 20 Personen die ealuiert und infrage kamen für diese Arbeit etwa 2 oder drei effektiv brauchbar waren.
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    1. Antwort von Patrik Müller (P.Müller)
      Was denken sich die Ablehner? Das war vom Bauernverband organisiert, Handverlesene Flüchtlinge. Leider Versuch fehlgeschlagen. Passt das Resultat nicht in das Bild des integrations- und arbeitswilligen Flüchltlings? Oder sind es wirklich alles solche gesuchte Spezialisten die in unserem Arbeitsmarkt dringend anderswo gebraucht werden?
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