Berner Generationenhaus: «Wir möchten die neue Stadtoase sein»

Die Büros im Parterre sind bezogen, das Restaurant offen und im Januar ziehen die Senioren in ihre Wohngruppen im zweiten Stock. Das Projekt Generationenhaus im Berner Burgerspital ist angelaufen. Damit es ein Erfolg wird, braucht es aber noch eine Menge Arbeit.

Till Grünewald will das Generationenhaus zu einem Begegnungsort machen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Till Grünewald will das Generationenhaus zu einem Begegnungsort machen. Im Januar ziehen die Senioren ein. SRF

Die Idee ist ambitioniert: Im für 53-Millionen Franken renovierten Burgerspital am Bahnhofsplatz in Bern sollen sich Jung und Alt begegnen. Die Burgergemeinde hat den mächtigen Bau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und stellt im Parterre diversen sozialen Organisationen Büros an bester Lage zur Verfügung.

Das erklärte Ziel ist jedoch der Austausch unter den Generationen. Damit das klappt, wurde Till Grünewald engagiert. «Wir versuchen alle Altersgruppen in unser Konzept einzuschliessen», sagt Grünewald im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF. So zum Beispiel mit Veranstaltungen, die alle Altersklassen ansprechen.

Ein offener Raum im kargen Berner Zentrum

Doch nicht nur die Idee hinter dem Generationenhaus verpflichtet, auch die Lage weckt Erwartungen. Dem Raum rund um den Bahnhof fehlt eine Begegnungszone. Seit die Markthalle mit ihren Restaurants und Bars einem Elektrofachgeschäft gewichen ist, fehlt in Bern an zentralster Lage ein offener Ort, an dem sich die Leute treffen können. «Wir können die Lücke, die die Markthalle hinterlässt, nicht füllen», sagt Grünewald. «Aber wir möchten gerne die neue Stadtoase sein.»

Der erste Leiter des Generationenhauses stammt nicht aus dem sozialen Bereich. Die grösste Herausforderung für den studierten Saxophonisten und Betriebswirtschafter wird es sein, möglichst nah am ursprünglichen Konzept zu bleiben.