Berner Grüne nominieren Pulver

Mit Regierungsrat Bernhard Pulver und zwei neuen Initiativen ziehen die bernischen Grünen in den Wahlkampf. Im
kommenden Frühling wollen sie mithelfen, die rot-grüne Regierungsmehrheit zu verteidigen.

Porträt von Bernhard Pulver. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bernhard Pulver will in der Berner Regierung bleiben. Keystone

Aufmerksamkeit erregen wollen sie unter anderem mit der Stop-Fracking-Initiative, die bald lanciert werden soll, und mit der Kulturland-Initiative. Hier spannen die Grünen mit der Bauernorganisation Lobag zusammen. Auch die BDP hat ihre Unterstützung zugesagt.

Der Entwurf für den Initiativtext wurde am Dienstag den Delegierten in Bern vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die Verfassungsänderung auf einen weniger restriktiven Kulturlandschutz zielt als beim Begehren im Kanton Zürich. Der Initiativtext wird offiziell im November vorgestellt.

Pulver will mehr Dialog

Keine Überraschung war die einstimmige Nomination von Bernhard Pulver, der seine dritte Amtszeit im Regierungsrat anstrebt.

In seiner Nominationsrede plädierte er für eine «Politik des Dialogs». Die Lösung drängender Probleme - etwa der Sanierung der Kantonsfinanzen - werde erschwert durch die verhärteten Fronten zwischen bürgerlicher Parlamentsmehrheit und rot-grüner Regierung. Dabei gehe es in der Politik geht es «nicht um das Rechthaben, sondern um das Finden von tragfähigen Lösungen».