Berner Münster-Schatz wird aufgefrischt

Nun stehen auch im Innern des Münsters Arbeiten an: Das Chorgewölbe muss saniert werden. Es sei das «Imax des Mittelalters», sagt der Münster-Architekt.

Blick ins Gewölbe des Münsters. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am Chorgewölbe befinden sich 87 Figuren und viele Berner Wappen. zvg

Hermann Häberli kommt ins Schwärmen, wenn er über das Chorgewölbe spricht. «Dort oben konnte sich ein unglaublicher Schatz halten», sagt der Münster-Architekt.

Der Bereich mit den 87 Figuren aus Sandstein sieht noch genau so aus wie vor rund 500 Jahren. Das Chorgewölbe gehört zu den wenigen Teilen des Berner Münsters, das beim sogenannten Bildersturm während der Reformation nicht beschädigt worden ist.

Für den Herrgott

Vom Schatz nehmen viele Besucher allerdings nur wenig wahr. «Er wurde wohl für den Herrgott gemacht» scherzt Häberli.

Interessierte sollen während den Bauarbeiten bei Atelierbesuchen Gelegenheit erhalten, die Figuren vom Zwischenboden aus ganz aus der Nähe zu betrachten. Die Sanierung des Chorgewölbes wird bis 2017 dauern und rund zwei Millionen Franken kosten.