Berner Oberländer Gemeinden halten Geburtenabteilung am Leben

Die Gemeinden des Kandertals und der Region östliches Berner Oberlandes unterstützen die Geburtsabteilungen in den Spitälern Frutigen und Interlaken mit jährlich 207'000 Franken. Nur so können die defizitären Geburtsabteilungen vorerst überleben. Ab 2016 muss aber der Kanton bezahlen.

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Bildlegende: Das Spital Interlaken, Zentrum der Spitalgruppe FMI zvg

Die Geburtenabteilung der Berner Oberländer Spitalgruppe FMI schreibt ein Defizit von jährlich rund 1,2 Millionen Franken. Die Finanzierung via Fallkostenpauschale bei rund 600 Geburten jährlich in Interlaken und Frutigen erlauben gar keine ausgeglichene Rechnung in diesem Bereich. Bisher trug das Spitalunternehmen den Fehlbetrag.

Nun sind die Gemeinden des Kandertals und des östlichen Berner Oberlandes bereit, in den Jahren 2014 und 2015 je 207'000 Franken zu bezahlen. Die Gemeinden sind nämlich der Meinung, die Geburtenabteilung gehöre zur Grundversorgung und sei aufrecht zu erhalten.

Allerdings ist der Solidaritätsbeitrag der Gemeinden auf zwei Jahre befristet. Danach erwarten Gemeinden und Spitalunternehmen, dass der Kanton die Geburtenabteilung als Leistung einkauft und bezahlt.