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So will die neue Präsidentin die Kirche verändern
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 18.08.2020.
abspielen. Laufzeit 09:41 Minuten.
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Berner Reformierte wählen Frau «Ein Zeichen der Wertschätzung für die Frauen in unserer Kirche»

Judith Pörksen Roder ist die erste Frau an der Spitze der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Die 57-jährige Berner Theologin gewann am Dienstag die Kampfwahl ums Synodalratspräsidium.

Pörksen setzte sich in der Synode – dem Kirchenparlament – gegen den amtierenden Bieler Gemeinderat Cédric Némitz durch. Judith Pörksen erhielt 108 Stimmen, Némitz 70.

Judith Pörksen Roder

Judith Pörksen Roder

Synodalratspräsidentin der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn

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Die 57-Jährige war von 1994 bis 2008 Pfarrerin in Bern-Bümpliz. Danach leitete sie in der reformierten Gesamtkirchgemeinde Bern zehn Jahre lang die Fachstelle Gemeindeleben. In dieser Funktion betreute sie Projekte wie die Nacht der Religionen.

SRF News: Sie wurden heute deutlich zur neuen Synodalratspräsidentin der reformierten Kirche Bern Jura Solothurn gewählt, was denken Sie, warum ist die Wahl auf Sie gefallen?

Ich wurde wegen meines Programms gewählt. Natürlich hat es auch eine Rolle gespielt, dass vor mir noch nie eine Frau in diesem Amt war. Die Wahl ist auch ein Zeichen der Wertschätzung für alle Frauen, die sich ehrenamtlich in unserer Kirche engagieren.

Sehen Sie da eine Aufgabe, sich für die Anliegen der Frauen innerhalb der reformierten Kirche einzusetzen?

Ja. Ich denke, dass die freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen in Zukunft eine grössere Bedeutung haben werden. Ich möchte auch ein besonderes Augenmerk auf Frauen haben, die angestellt sind, dass diese gute Arbeitsbedingungen haben. Vor allem unsere Katechetinnen haben oft sehr kleine Pensen und da ist die Gefahr gross, dass sie bei der Altersvorsorge nicht berücksichtigt werden.

Sie bewarben sich mit dem Programm «Kirche in Bewegung», in welche Richtung soll sich die Kirche bewegen?

Wir wollen die Kirchgemeinden als Begegnungsort stärken und dabei auch neue Formen entdecken.

Die digitale Welt bietet uns Chancen.

Wir wollen auch eine Kirche in der digitalen Lebenswelt sein. Da sind wir im Corona-Lockdown schon ziemlich vorangekommen mit Livestream-Gottesdiensten und so weiter. Aber da haben wir sicher noch Handlungsbedarf, auch in den Sozialen Medien. Das ist für uns eine Chance. Weiter wollen wir als Kirche klar Stellung beziehen, wie zum Beispiel jüngst beim Klimaschutz.

Das Gespräch führte Elisa Häni.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea-Michael Vecchio  (A-M.V.)
    Die Reformierte Kirche bewegt sich LEIDER immer mehr von der Bibel weg.

    Wer sich "Kirche" und "christlich" nennt sollte auch die Bibel wörtlich nehmen.

    Wenn das der Mehrheit einer Kirche nicht passt braucht man auch nicht noch den Namen "Kirche" aufzusetzen.
  • Kommentar von Andrea-Michael Vecchio  (A-M.V.)
    "Weiter wollen wir als Kirche klar Stellung beziehen, wie zum Beispiel jüngst beim Klimaschutz"

    Jaja man sieht in welche Richtung es geht. In der Kriche hat Politik nichts verloren!
  • Kommentar von Richard Meier  (meierschweiz)
    Die Kirche bewegt sich - zweifellos. Und mit ihrer profillosen Art, dem Hätscheln ihrer Gegner und dem Wegbewegen von biblischen (nicht immer mehrheitsfähigen) Wahrheiten und dem Anbiedern an die politische Linke, bewegt sie sich in die Bedeutungslosigkeit.
    1. Antwort von Susanne Saam  (Biennoise)
      @meierschweiz
      Die reformierte Kirche ist nicht profillos. Vielfalt nennt sich das und ist bei den Reformierten Programm.