Zum Inhalt springen
Inhalt

Berner Regierung Ursula Wyss tritt 2020 nicht mehr an

Ursula Wyss zieht sich nach acht Jahren aus dem Berner Gemeinderat zurück. Ein Mitgrund sind auch die letzten Wahlen.

Die Niederlage im Januar 2017 hinterlässt Spuren. Ursula Wyss und die SP verloren bei den letzten Wahlen das Stadtpräsidium, an die Grünen und Alec von Graffenried. Im Gespräch mit der Berner Zeitung sagt die Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün nun, dass sie im Jahr 2020 - nicht zuletzt wegen dem letzten Wahlkampf - nicht mehr antreten werde.

Damals gab es innerhalb des Rot-Grün-Mitte-Bündnisses harte Auseinandersetzungen, das Bündnis drohte sogar gesprengt zu werden.

Ursula Wyss
Legende: Ursula Wyss wird 2020 nicht mehr zur Wahl stehen. SRF

Weiter begründet Ursula Wyss ihren Rückzug aus dem Gemeinderat mit ihrem Alter, welches im Jahr 2020 mit 47 Jahren perfekt sei, nochmals eine andere Richtung einzuschlagen. Zudem sagt Ursula Wyss, dass sie eine Amtsdauer von acht Jahren als den genau richtigen Zeitpunkt für einen Wechsel anschaut.

Dennoch kommt ihre Rücktrittsankündigung eher überraschend, denn Wyss hat in letzter Zeit Erfolge gefeiert im Bestreben, den öffentlichen Verkehr zu fördern, den öffentlichen Raum aufzuwerten und die Stadt lebendiger zu machen.

SP will wieder eine Frau

Die SP der Stadt Bern wird mit Blick auf die nächsten Stadtberner Wahlen einen Findungsausschuss einsetzen, sie will Wyss mit einer Frau ersetzen, wie aus ihrer Mitteilung hervorgeht.

Wyss' Partei bedauert laut der Mitteilung den Rücktritt der Gemeinderätin. Diese habe «enorm viel erreicht und bewegt», beispielsweise mit der Velooffensive, mit dem Ja des Volks zum Tram nach Ostermundigen und der Erweiterung der Grüngut-Sammlung. Eine «kluge, engagierte und mutige Politikerin» trete ab.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

59 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bendicht Mühlethaler (Rhenus)
    Mich überrascht die grosse Zahl von gehässigen Kommentaren zu Ursula Wyss. Dabei leitet sie die Baudirektion seit bald sechs Jahren umsichtig und erfolgreich. Für mich ist es darum sehr schade, dass sie in zwei Jahren aufhören will.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Was man ihr lassen muss ist, dass sie die Grösse hat dies bereits jetzt bekannt zu geben. Das ermöglicht es der SP - notabene der grössten Partei auf Stadtboden - auch, gezielt nach geeigneten NachfolgerInnen zu suchen. Das wird die anderen Parteien noch lange nerven -:)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von B. Moser (moser.b)
    Ich finde es gut, das eine Frau mal Stadtpräsidentin werden wollte. Und nie eine Hell daraus machte. Das Problem ist leider nicht jeder kann Stadtpräsident werden! Besser wäre es jedoch wenn Frau Wyss gleich gehen würde, weil es ist doch Zeitverschwendung noch zwei Jahre auszuhalten. Ursula Wyss hat einst gesagt: Eine Bundesratskarriere kann man nicht planen. Aber ihr Beispiel zeigt auch, man sollte noch andere Hobbys haben, als Politik. Reüssiert man nicht, ist man weg vom Fenster. Mit 45!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Frau Wyss ist für 4 Jahre als Gemeinderätin gewählt mit dem Drittbesten Resultat. Warum sollte sie vorzeitig gehen?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen